BIS(S) ZUR TOTALEN ERSCHÖPFUNG

“Abs are made in the kitchen.” Diesen tollen Spruch habt ihr sicherlich schon das ein oder andere Mal gelesen oder gehört. Wahrscheinlich von Fitness-Bloggern. 😉 Ich spinne ja auch immermal wieder von einem Sixpack rum, helfe mir aber hauptsächlich mit gutem Licht und Filtern. Ob ich deswegen von der Käserei Loose gemeinsam mit anderen Bloggern zum Quäse Fitcamp nach Berlin eingeladen wurde?!

Los ging´s Samstagfrüh, per Taxi wurden wir direkt ins CrossFit Mitte gebracht. Auf der Fahrt hatte ich auch gleich die Gelegenheit, einige der anderen Bloggerinnen kennenzulernen. Und gleich ein wenig schlechtes Gewissen zu bekommen. “Ich mache Freeletics und schreibe viel über gesunde Ernährung.” “Ich hab 45 Kilogramm abgenommen und mein Blog dreht sich um gesundes Abnehmen und Krafttraining.” “Und ich bin Isabell aus München und laufe eigentlich nur. Räusper räusper.” Ich hatte ja sowieso schon etwas Angst vor der geplanten CrossFit-Einheit und die Krafttrainings-Granaten neben mir konnten diese Sorge nicht unbedingt lindern.

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Dass CrossFit nichts für Pussys ist, wurde uns übrigens allen sehr schnell klar: In der CrossFit Box (so heißen die “Studios”) war es ganz schön kalt. Clever wie ich bin, hatte ich kurze Hosen und ein Tanktop als Outfit dabei. Das konnte ja heiter werden!

Wir wurden aber dann ganz lieb von Vertretern der Firma Loose, deren PR-Agentur und unseren Trainern begrüßt und auch ein wenig beruhigt. “Alles kann, nichts muss”, war das Motto und niemand sollte sich überanstrengen. Zunächst wurde dann der Ablaufplan erklärt und bei der Ansage: “Das CrossFit-Workout wird eine Stunde dauern” entschlüpfte mir ein doch recht entsetztes und vor allem lautes “WAAAS?!”. Danach stellten sich alle Blogger vor und ich fühlte mich nicht mehr ganz so allein unter lauter Kraftmaschinen, denn es waren noch weitere “Wir laufen nur”-Blogger dabei. Puh, Glück gehabt!

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Und dann ging´s schon los: Unsere Trainer Anne und Felix machten ein Warm-Up mit uns, das sowohl meinen Puls als auch meine Körpertemperatur deutlich steigen ließ. Jumping-Jacks, Squats, Sprawls und Mountain Climbers im Tabata-Style (20 Sekunden Belastung, 10 Sekunden Pause und davon acht Runden) brachten mich gehörig ins Schnaufen und ich dachte nur so “Verdammt, das ist das WARM-UP!!!”

Danach stand Technik-Training auf dem Plan: Squats mit der Langhantel. Das wiederum fand ich schon fast gemütlich, denn Squats (früher sagte man Kniebeugen, die Älteren werden sich erinnern) mache ich tatsächlich gerne und regelmäßig. Nur das Balancieren der langen Hantelstange war etwas ungewohnt. Hat aber bei allen unfallfrei funktioniert. Damit wir nicht tatenlos rumstanden, während sich jemand anders abmühte, “durften” wir planken (Das liebe ich ja auch besonders, wie ihr vielleicht wisst. Nicht!)

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Das eigentliche Workout – CrossFitter kürzen es WOD (Workout Of The Day) ab, bestand aus folgenden Übungen: Kettlebell-Swing, Burpees (der blanke Hass!), Rudern am Ergometer, Squats und Box-Jumps. Alle Übungen wurden jeweils eine Minute durchgeführt, danach ging es ohne Pause zur nächsten Station. Erst nachdem wir alle Stationen absolviert hatten, gab es eine Minute Pause. Die ging übrigens viel schneller rum als beispielsweise die Burpee-Minute. Insgesamt haben wir drei Runden gemacht.

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Die Trainer spielten während des Workouts übrigens eine sehr wichtige Rolle. Sie motivierten uns wirklich extrem und auch sehr individuell: Während Anne eher so etwas sagte wie “Das sind super Kettlebell-Swings, beim nächsten Mal nimmst du die schwerere Kugel!”, kam von Felix “Ich will mindestens 15 Burpees (UTOPISCH!!!) von euch sehen! Ich geh´ euch ganz schön auf den Sack, gell?! Liegt daran, dass ihr so fit seid!” Öh. Auch wenn ich es vor Erschöpfung nicht zeigen konnte, es hat mich doch sehr gefreut, dass ich nicht der Loser-Sepp war. Und mir (mal wieder) gezeigt, dass Krafttraining eigentlich sehr viel Spaß machen kann. Und ich das ruhig mal öfter machen könnte. Und dass es wirklich extrem schnell gehen kann, sich so richtig ans Limit zu bringen und „keine Zeit“ einfach keine Ausrede ist. Und am Limit war ich definitiv. Meine Arme konnte ich danach schon kaum noch bewegen und ich konnte mir gut vorstellen, wie sich am kommenden Tag mein Körper anfühlen würde.

Da Muskeln auch Futter brauchen (und die Bauchmuskeln ja aus der Küche kommen), gab´s danach Essen. Im Silent Green, einem ehemaligen Krematorium (auf die Idee, so eine Location in ein Restaurant umzubauen, kommen auch nur die Berliner, oder?), sorgte Koch Markus dafür, dass wir nicht verhungern mussten. Auf der Speisekarte standen unter anderem Ofen-Quäse, Steak, Pastinaken-Püree und, und, und. Vor dem Essen hatte ich übrigens auch ein wenig Angst; ich bin ja so wählerisch, vor allem mit Gemüse. Und dann all diese Food-Blogger um mich rum! Und dann stand auch noch Rote Beete als Zutat im Rezept. Igitt! Dachte ich. Denn es war wirklich alles unglaublich lecker!

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Für die Kamera (und weil es mich interessierte), hab ich übrigens einen Pseudo-Laktattest an mir machen lassen. Auch wenn “Der Fitnessprofessor” Stephan Geisler uns gleich sagte, dass das Ergebnis nicht allzu viel aussagen würde (weil wir bereits eine Sporteinheit hinter uns und außerdem gerade gegessen hatten und es außerdem eine Ruhemessung war), fand ich es doch sehr spannend, das mal mitzukriegen.

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Anschließend gab´s ein kleines Verdauungsläufchen zurück zur CrossFit-Box, wo wir dem Experten noch einige Fragen stellen konnten. Danach wurden wir zurück ins Hotel gefahren, wo wir vor dem Abendessen noch ein wenig entspannen konnten. Ich hab in der Zeit den TV-Kamin im Hotelzimmer angestarrt. Mensch, war das gemütlich!

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Zum Abschluss dieses wunderbaren Tages gab es dann noch ein Vier-Gänge-Menü im platz doch! . Gott, war das alles köstlich! Langsam kroch neben der Müdigkeit übrigens auch der Muskelkater an und in mir hoch. Mein Rücken! Glücklicherweise ging es auch den anderen so und wir machten uns bald gemeinsam auf dem Weg ins Hotel. Dort blieb ich am Sonntag übrigens so lange wie möglich im Bett liegen und versuchte, mich nur so viel wie nötig zu bewegen. Mit dem Zug ging´s dann zurück nach München, vollgestopft mit guten Vorsätzen, jetzt aber wirklich mehr Krafttraining zu machen. Ich werde natürlich berichten, wie ich meine Vorsätze einhalte.

Mehr Input zu Quäse (und viele Rezeptideen), aber auch verschiedene Übungen für Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit findet ihr übrigens unter http://www.fitness-food-mit-biss.de/.

Vielen lieben Dank nochmal an alle, die das Fitcamp organisiert und uns so gut umsorgt haben. Ich bin beim nächsten Mal auf jeden Fall gerne wieder dabei.

In freundlicher Kooperation mit der Käserei Loose.


Ein Gedanke zu “BIS(S) ZUR TOTALEN ERSCHÖPFUNG

  1. Also ich fand das CrossFit und vor allem die Burpess waren der Horror. Die letzten Sekunden der letzten Runde bei den Burpess haben mich an meine Grenzen gebracht. Andere Übungen wie das Rudern hingegen fand ich ja schon erholsam im Vergleich. Meine Beine habe ich aber auch noch am Dienstag/Mittwoch gespürt 🙂

    Alles in allem fand ich es aber einen tollen Tag und wäre auch immer wieder gerne dabei. Beim nächsten Mal aber mit weniger CrossFit und mehr Laufen 😀

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