MEIN FREELETICS FAZIT

Noch 10, 9, 8, 7, 6, uuuffff, gleich geschafft, 5, 4, 3, 2, 1 und FERTIG: der letzte Burpee ist vorbei, ich will einfach nur noch sterben. Seit rund drei Monaten mache ich nun Freeletics und sie werden nicht leichter: Burpees sind und bleiben meine Hassübung Nummer 1. Schon allein der Gedanke daran den Körper nach unten auf die Matte zu bringen und wieder dynamisch hoch zu hüpfen, macht mich wahnsinnig. Doch so sehr ich diese Übung hasse, ich weiß auch, dass es kaum eine andere so effektive Ganzkörperübung gibt.

Aber fangen wir von vorne an: Warum habe ich überhaupt mit Freeletics angefangen und bemerke ich Veränderungen? Freeletics war mir natürlich schon vor dem Coach ein Begriff. Ich kannte die vielen Transformations-Videos, in denen die Personen litten, kämpften und am Ende einen stolzen Gesichtsausdruck hatten. Ich wollte auch wissen, ob Freeletics wirklich so hart ist, wie alle behaupten. Im Oktober, als ich mit dem Programm anfing, arbeitete ich als Lauftrainerin für das Freeletics Running Bootcamp und lernte daher schnell die sehr netten und motivierenden Menschen kennen, die hinter dem Unternehmen stehen. Als die Laufgruppe mit dem Bodyweight-Training begann, weckte das auch mein Interesse. Wenn nicht jetzt, wann dann, sagte ich mir. Denn der nächste Marathontrainingsplan ging erst im Januar los, also hatte ich genau drei Monate Zeit für mehr Krafttraining.

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Ich schraubte meine Laufeinheiten auf zwei bis drei Mal die Woche zurück und fing an mit dem Bodyweight Coach an drei Tagen pro Woche zu trainieren. Ganz zu Beginn absolvierte ich einen Fitnesstest, anhand dessen die erste Coachwoche eingestellt wird. Da der Test für mich relativ easy war, wurde ich schnell zu übermotiviert, war sehr positiv eingestellt und dachte, dass das ganze Training einfach werden wird. Pustekuchen! In Woche zwei standen direkt 120 Burpees, 120 Squats und 120 Situps in je drei Runden an, was wirklich anstrengend für mich war. Zum Glück kamen zwischendrin wieder einfachere und kürzere Workouts, die mir relativ locker von der Hand gingen.

In den ersten drei Wochen, als mein Körper noch nicht an die intensiven Krafteinheiten gewöhnt war, fühlten die Laufbewegungen schleppender an. Meine Beine waren immer schwer und jeder einzelne Muskel tat weh. Das änderte sich ab Woche vier: Das Training wurde leichter für mich und ich habe mich stärker gefühlt. Nach Woche fünf hatte ich leider eine Erkältung, die sich zwei Wochen lang hinzog. Beim einem der ersten Freeletics Trainings nach der Zwangspause dachte ich, dass ich sterben muss. Ich habe für „Dione“ fast 50 Minuten gebraucht, also 20-30 Minuten länger wie für alle bisherigen Workouts. Nachdem ich mich aber nach der Pause wieder ins Training eingefunden hatte, ging es schnell aufwärts. Ich schloss mich mit einer kleinen Trainingsgruppe bei mir in der Nähe zusammen und muss sagen, dass das echt total motivierend ist. Zusammen trainiert es sich eben leichter, vor allem, wenn man von seinen Mitstreitern gut gepusht wird.

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Als das Marathontraining losging, schraubte ich mein Krafttrainings-Pensum auf zwei Mal die Woche zurück, da das Laufen wieder im Fokus stand. Neben den festen Laufzeiten Dienstag-, Donnerstag-, Freitagmorgen und Sonntag, traf ich mich Dienstag- und Donnerstagabend mit meiner Trainingsgruppe oder absolvierte mittwochs das Training alleine. Das bedeutete zwar, dass ich an zwei Tagen zweimal Sport mache, allerdings ist das besser, als beispielsweise Mittwochabend Freeletics zu trainieren und Donnerstagmorgens gleich laufen zu gehen. Ich fühlte mich dann beim Laufen nicht genug ausgeruht und mein Körper war einfach nicht fit. Deshalb mein Tipp: zwischen Laufen und Freeletics sollte am besten ein ganzer Tag liegen.

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Insgesamt liegen 15 Wochen regelmäßiges Freeletics Training hinter mir. Auch wenn die Angst vor 20383034 Burpees bis heute geblieben ist, so habe ich mich (fast) immer auf die Workouts gefreut, weil ich genau wusste, was für ein gutes ausgepowertes Gefühl danach den Körper durchströmt. Außerdem fällt mir das Lauftraining, und vor allem die langen Läufe am Wochenende leichter. Während wir im letzten Jahr die 25 – 30km in sehr gemütlichem Tempo gelaufen sind, steigern wir beim diesjährigen Trainingsplan gegen Ende den Pace. Trotz der zügigeren Läufe, fühle ich mich deutlich fitter am nächsten Tag und muss nicht zwingenderweise eine Workout-Pause einlegen. Ich empfehle den Bodyweight Coach von Freeletics jedem, der gerne nach klaren Vorgaben und Plan trainiert und der auch mal über seine Grenzen hinausgehen möchte! Zusätzlich finde ich es super praktisch, dass man die Workouts quasi überall machen kann: Ob im Park mit der Trainingsgruppe, daheim auf dem Balkon oder im Wohnzimmer auf der Matte, man ist mega flexibel und spart Zeit, da man fürs Training nicht extra ins Fitnessstudio fahren muss.


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