ZUVERLÄSSIG, GENAU UND VOR ALLEM: SCHEUERFREI

Pulsmessen ohne Brustgurt? Jaaa, das klingt hervorragend. Ich habe ja schon die ein oder andere Narbe vom scheuernden Brustgurt davongetragen. Und von TomTom bekamen wir ja damals nur eine Uhr, die nun an Lauras Arm festgewachsen ist. Blöd für mich! Deshalb habe ich mich doppelt über die Anfrage gefreut, den cosinuss° One testen zu dürfen. Und auch noch in PINK! Na klar, her damit!

Leider bin ich manchmal nicht nur äußerlich blond. Und denke nur so halb nach. Denn wie die Daten dann auf meine Uhr kommen sollten, darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Und mein vorsintflutlicher Forerunner hat – natürlich – gar kein Bluetooth. Aber wozu haben wir schließlich unsere Follower. Einmal in die Runde gefragt, wer das Teil für uns testen möchte und schon kamen die ersten “Bewerbungen”: Losglück hatte dann die liebe Nora, die sich ausführlich damit beschäftigte. Ihren Testbericht könnt ihr jetzt lesen!

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Mein erster Eindruck? Kleiner als erwartet! Und auch leichter, als ich vermutet hatte. Das Ins-Ohr-Setzen funktionierte schonmal ohne Probleme. Einschalten könnt ihr den cosinuss° One ganz einfach per Doppeltipp auf den Kabelanschluss. Dies wird dann noch durch ein grünes Licht gekennzeichnet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktionierte die Kopplung mit der cosinuss-App sowie Runtastic auf meinem iPhone 6s und der Polar m400. Schwierigkeiten deshalb, weil ich zuerst noch andere Bluetooth-Geräte eingeschaltet hatte. Es dürfen wirklich nur die Geräte eingeschaltet sein, die gekoppelt werden dürfen! Die cosinuss-App zeigt Akkuladezustand und Signalstärke an. Das ist echt hilfreich, um zu sehen, ob alles richtig sitzt. Runtastic zeigt nur den Ladezustand an.

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Getestet habe ich den cosinuss° One auf dem Fahrradergometer, beim Krafttarining, einem Zwei-Stunden-Dauerlauf sowie 1000m-Intervallen. Alles hat bombenfest gehalten und musste nicht korrigiert werden. Der Puls wurde die ganze Zeit störungsfrei aufgezeichnet. Ich habe das ganze noch in Ruhe durch manuelle Messung überprüft und hatte nahezu identische Werte. Zusätzlich habe ich stichprobenartig mit dem Brustgurt von Polar gemessen und verglichen. Hier hatte ich phasenweise 1-3 Schläge Unterschied, aber insgesamt ein ähnliches Ergebnis.

Positiv finde ich auch, dass zusätzlich die Körpertemperatur gemessen wird, was mit meinem Brustgurt nicht möglich ist. Unschlagbarer Vorteil ist natürlich, dass – im Gegensatz zum Brustgurt – nichts scheuert und man den cosinuss° One quasi nicht bemerkt.

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Ein Nachteil (und für mich sehr wichtig): Man kann nicht parallel auf beiden Ohren Musik hören. Und als Brillenträger kann man den Bügel leider nicht verwenden, weil das Ohr ja schon “belegt” ist. Außerdem ist der cosinuss° One nicht spritzwassergeschützt und der Kabelanschluss liegt frei. Da würde ich bei Regen aufpassen. Man muss auch Acht geben, dass man das Gerät nicht versehentlich ausschaltet (funktioniert auch über Doppeltipp). Das ist mir am Anfang zweimal passiert. Aber dann hatte ich den Dreh raus.

Ich empfehle den cosinuss° One allen, die sich eine scheuerfreie, zuverlässige und genaue Pulsmessung wünschen und auch über längere Strecken auf eine beidseitige Musikbeschallung verzichten können. Laut Anleitung hält der Akku zehn Stunden, die Ladezeit beträgt eine Stunde.

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Liebe Nora, danke nochmal für deinen Einsatz und vielen Dank an das Team von cosinuss°, dass wir das Produkt zum Test bekommen haben.

Trainiert IHR eigentlich nach Puls? Wenn ja: Wie messt ihr den Puls? Brustgurt, Messung am Handgelenk oder vielleicht auch mit dem cosinuss° One? Wie sind eure Erfahrungen?

Fotos: Nora / cosinuss°


6 Gedanken zu “ZUVERLÄSSIG, GENAU UND VOR ALLEM: SCHEUERFREI

  1. Toller Artikel! Das hört sich doch nach einer sehr guten Alternative an. Ich messe gar nämlich gar nicht mehr seit mir der Brustgurt Anfang des Jahres so die Haut aufgescheuert hat, dass es bis heute sichtbar ist. Leider ist das manchmal ziemlich kontraproduktiv, weil ich mir auf längeren Strecken unglaublich schwer tue, da ich viel zu schnell und mit zu hohem Puls laufe. Ich hätte zwar einen Fitnesstracker, der auch den Puls misst, den muss man aber so fest zerren, das mag ich auch nicht (man sieht ich bin kompliziert ;)).
    Liebe Grüße
    Nathalie

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  2. Sehr lesenswerter Artikel. Für Leute, die Probleme mit dem Tragen eines Brustgurts haben, stellt der Cosiunuss offenbar eine gute Alternative dar, um trotzdem eine Trainingssteuerung über die Herzfrequenz zu gewährleisten. Schade ist natürlich die Anfälligkeit bei schlechtem Wetter, davon will man sich als Outdoor-Sportler natürlich nur ungern abhängig machen.

    Ich nutze bei fast jeder sportlichen Aktivität den Tri Brustgurt von Garmin bei meinem Forerunner 735XT, obwohl der Forerunner in der Lage ist die Herzfrequenz auch optisch zu ermitteln. Dazu fallen mir mehrere Gründe ein:
    1) Wie Nathalie schon sagte, finde ich es unangenehm die Uhr beim Sport eng genug zu tragen, um Messergebnisse zu erhalten die genau sind
    2) Der Brustgurt erfasst neben der Herzfrequenz auch jede Menge Daten zur Laufeffizienz (Schrittlänge, Schrittzahl, Balance der Bodenkontaktzeit, etc.)
    3) Der Brustgurt sitzt (bei mir) sehr angenehm, ob es bei Invervallläufen, langen Läufen oder aber auch mehrstündigen Ausfahrten auf dem Rennrad ist, mich stört er überhaupt nicht, da er auch nicht scheuert. Leider fehlt mir hier der Vergleich mit anderen Brustgurten und eine Beurteilung wie hoch der Tragekomfort für eine Frau ist kann ich, als Mann, natürlich nicht beurteilen.

    Viele Grüße
    Sam

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