JOGHURT EINFACH SELBST GEMACHT

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Severin.

“Quark macht stark!” Und Joghurt auch. Ja, wir wissen es, als Läufer haben die meisten von uns vor allem eins im Kopf: Nudeln, Nudeln, Nudeln! Klar, denn die enthaltenen Kohlenhydrate sind wichtig, um uns Energie für unseren geliebten Ausdauersport zu geben. Was viele (wir auch!) jedoch oft vergessen: Mit Kohlenhydraten allein wird das nix! Wir brauchen – wie jeder andere Mensch auch – zusätzlich Fette und, ganz wichtig, Eiweiß! Unsere Muskeln benötigen diesen Stoff um zu wachsen und zur Regeneration. Das zugeführte Eiweiß kann die Reparatur beanspruchter Muskelfasern unterstützen. Eine erhöhte Eiweißzufuhr kann außerdem auch zu einem geringeren Verletzungsrisiko und einem gestärkten Immunsystem führen, wie du hier noch einmal nachlesen kannst. Wenn du es wissenschaftlich und besonders ausführlich magst, kann ich dir diesen Artikel empfehlen.

Plank

Ein weiterer Vorteil der Proteine: Sie halten länger satt! Und gerade für uns zwei Vielfraße ist das natürlich ein unschlagbarer Vorteil. Während unsere geliebten Kohlenhydrate eher für Heißhunger sorgen, bekommt das Gehirn beim Verzehrt von Eiweiß schon nach kurzer Zeit die Info „Ich bin satt!“. Das liegt daran, dass der Organismus einen körpereigenen Eiweißstoff, das sogenannte Peptid YY, bildet. Dieses Peptid gaukelt dem Hirn vor, dass der Magen bereits voll sei. Auch, wenn er es gar nicht ist. Man kann sozusagen auch „Scheinsatt“ sein. Das genannte Peptid ist quasi so eine Art Appetitzügler.

Trotzdem sollte man es mit dem Eiweißkonsum nicht übertreiben: Zu viel davon kann Leber und Nieren belasten, auch die Haut reagiert oft bei „Über“konsum (vor allem tierischer) Eiweiße. Pro Kilogramm Körpergewicht sollten Ausdauersportler täglich zwischen 1,0 und 1,6 Gramm Eiweiß zu sich nehmen. Wer viel Krafttraining macht und Muskeln aufbauen möchte, braucht 1,5-2 Gramm Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht. Vor allem Fleisch, aber auch Eier, Hülsenfrüchte und Milch/Milchprodukte, sind besonders eiweißreich. 

Klimmzug

Für uns ist ein gutes Frühstück essentiell: Ob vor Sporteinheiten oder unter der Woche, ohne Frühstück geht gar nichts. Und da auch wir (man mag es kaum glauben) Abwechslung von Nutella- oder Erdnussbutterbroten benötigen, gibt es bei uns oft Müsli in verschiedenen Variationen. Oft verwenden wir als Basis Naturjoghurt und haben bisher immer den gekauften aus dem Supermarkt gegessen. In Zusammenarbeit mit Severin durften wir den Joghurt-Maker JG 3521 testen und stellten damit zum ersten Mal selbst Joghurt her. Wir entschieden uns für normalen Naturjoghurt, da wir diesen am liebsten in unserem Frühstücksmüsli essen. Darüber hinaus kann man mit dem Joghurtbereiter auch sämtliche Variationen, wie Schokoladenjoghurt (steht als nächstes auf unserer To-Do-Liste), Kokosnuss-Ahornsirup-Joghurt oder auch veganen Joghurt herstellen. Alle Joghurt-Rezepte von Severin findet ihr hier.

Das Rezept, dass wir mit dem Joghurtmaker getestet haben, ist sehr einfach und geht total schnell. Zur Herstellung von Naturjoghurt benötigt nur zwei Zutaten: Milch (wir haben 1,5%-ige H-Milch verwendet) und Joghurt Ferment. Dies sind gefriergetrocknete Mikroorganismen-Kulturen zur Herstellung von Joghurt. Unsere stammen aus dem Reformhaus und kosten fünf Euro.

Und so funktioniert die Herstellung:

  • 1 Liter Milch auf 38 Grad erwärmen. (Achtung: Wenn ihr kein Termometer habt, dann könnt ihr diesen Schritt mit der Erwärmung auch überspringen. Die Mischung mit dem Ferment benötigt dann lediglich statt fünf bis sechs Stunden Ruhe etwas mehr Reifungszeit im Joghurtbereiter.)
  • 1 Beutel von dem Joghurt Ferment in die Milch einrühren.

  • Diese Mischung in die Gläser des Joghurtbereiters füllen.
  • Falls die Milch erwärmt war, dann stellt die Gläser für fünf bis sechs Stunden in den Joghurtmaker. Ansonsten entsprechend länger, bis der Joghurt die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Die Zeit wird am Joghurtbereiter selbst eingestellt.
  • Nach dem Erwärmen im Joghurtbereiter die Becher in den Kühlschrank stellen und dort einige Stunden aufbewahren.

Wenn der Joghurt nicht fest wird, kann das verschiedene Gründe haben. Die Milch war bei der Zugabe des Joghurtferments wärmer als 38 Grad und dadurch wurden die Joghurtbakterien beschädigt. Das war leider bei unserem ersten Versuch der Fehler. Deshalb haben wir einfach in die bereits abgekühlten und noch flüssigen „Joghurts“ noch etwas von dem Ferment reingeschüttet und gut umgerührt. Nach ein paar Stunden mehr im Joghurtbereiter und anschließender Abkühlungszeit im Kühlschrank sind dann perfekte Joghurts entstanden. Es kann auch sein, dass während des Reifungsprozesses im Joghurtbereiter die Joghurts bewegt wurden und sie deshalb noch flüssig sind. Stellt daher unbedingt den Joghurtmaker an einen ruhigen Ort. Wenn die Reifungstemperatur zu niedrig war, dreht die Uhr am Joghurtbereiter weiter und lasst ihn etwas länger stehen.

Warum Joghurt selbst machen?

Es ist günstiger: Mit einer Packung Joghurt Ferment (unsere stammt von der Marke Holo) lassen sich 40 bis 50 Liter Joghurt herstellen. Denn aus den fertigen Joghurts zwackt man einfach vier bis fünf Esslöffel ab und verwendet sie für den nächsten Ansatz. Obwohl noch die Anschaffungskosten für Milch hinzukommen, ist dies kein Vergleich zum Preis gegenüber Naturjoghurts aus dem Supermarkt.

Über Geld hinaus wird auch Verpackungsmaterial gespart. Vor allem die kleinen Joghurtbecher aus Plastik sind nicht wiederverwendbar und produzieren sehr viel Müll. Außerdem sind bei der Herstellung der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Im Joghurtbereiter von Severin finden sieben Gläser Platz. Auf einen Schlag lässt sich sehr einfach Natur-, Vanille-, Schokoladen- oder Fruchtjoghurt herstellen und trifft jeden Geschmack.

Der Geschmackstest:

Pur und natürlich, so würden wir den Naturjoghurt beschreiben. Da wir es beide lieber mögen, wenn der Joghurt schön cremig ist, haben wir ihn dementsprechend aus dem Joghurtbereiter entnommen und in den Kühlschrank gestellt. Das Experiment ist uns sehr gut gelungen, denn von der Konsistenz her ist er für uns perfekt. Im Gegensatz zu den Natujoghurts aus den Supermärkten schmeckt er noch eine Spur frischer und überhaupt nicht süß. Oft ist in den gekauften Joghurts etwas zusätzlicher Zucker enthalten, wodurch man den Unterschied zum selbstgemachten schmeckt. Wer es gerne etwas süßer mag, der kann natürlich Zucker hinzufügen, wir verurteilen garantiert niemanden ;-).

 


3 Gedanken zu “JOGHURT EINFACH SELBST GEMACHT

      1. Chiasamen? 😍 Kakao klingt auch gut! …wenn Flav Drops nicht so ungesund wären… dann wäre Butterkeks Geschmack sicher auch Nice 🙂👌🏼

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