THEY SEE ME ROLLIN´

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Rollerblade.

“Das ist unser letzter Marathon, wir müssen danach keinen mehr laufen!” Das war unser Mantra am Start des Haspa Marathons Hamburg 2016. Die Vorbereitung hatte uns so geschlaucht, dass wir uns beim besten Willen nicht noch einen Marathon vorstellen konnten. Bereits im Ziel hatten wir den Spruch bereut. Der Lauf war so wunderschön, Stimmung großartig, Strecke fantastisch und endlich hatte ich es unter vier Stunden (zwar knapp, aber egal) ins Ziel geschafft. Noch trauriger waren wir, als ALLE, die wir kannten, dann im Herbst den Berlin Marathon liefen und wir das Ganze nur im Fernsehen verfolgten.

Als dann die Anfrage zum Berlin Marathon Inlineskating von Rollerblade über Hansmann PR ins Mailpostfach trudelte, waren wir direkt Feuer und Flamme. Dieses Jahr wollten wir sowieso nach Berlin zum Marathon-Wochenende anreisen und jetzt können wir das Ganze mit Sport verbinden. Der Skate Marathon findet am Samstagnachmittag vor dem Lauf-Marathon statt. 42,195 Kilometer rollend statt wie vor zwei Jahren laufend (und irgendwann sterbend) durch Berlin, das klingt doch überzeugend.

Die große Herausforderung dabei für Laura: Routine und Sicherheit im Skaten zu gewinnen. “Ich bin vor dem Skate-Training schon einige Jahre nicht mehr auf Inlineskates gestanden und hatte deshalb etwas Respekt vor der ersten Ausfahrt mit Isa, vor allem vor dem Bremsen. Aber nach einigen Metern rollte es schon flüssig und ich war total unbefangen. Sogar das Bremsen ging mit den Macroblade 84 ABT Women von Rollerblade total einfach. Die Bremse ist bei den Skates auf der rechten Seite. Um anzuhalten, muss ich einfach einen kleinen Ausfallschritt nach vorne machen und – zack – stehe ich. Dabei bleiben alle acht Rollen gleichzeitig am Boden, was mir mehr Sicherheit gegeben hat. Das Modell von Rollerblade steht auf deren Website unter der Kategorie Fitness Performance und trägt auch noch meine beiden Lieblingsfarben pink und türkis. Genau wie Isa’s Rollerblades haben sie vier Rollen, allerdings mit 84 Millimetern etwas kleinere. Sie eignen sich für sportliche Einsteiger, da vor allem das ABT Bremssystem sehr intuitiv ist, was ich nach dem Praxistest wirklich bestätigen kann.”

Isas Skates sind die Macroblade 100 W. Im Gegensatz zu Lauras Skates war hier noch kein Stopper montiert. Falls du uns auf Instagram folgst, hast du vielleicht in der Story das Drama verfolgen können. Blöd, wenn man zwei Linke Hände hat. 😉 Aber mittlerweile ist der Stopper dort, wo er hingehört und laut Rollerblade kann man mit diesen Skates “seine geheimen Rennambitionen voll ausleben. Speed-Rollen, optimaler Halt, Komfort und Stabilität ergeben Skates, die zum Erlebnis werden.” Klingt doch mega, oder?

“Isas und meine erste gemeinsame Inlineskate-Tour war sehr gemütlich und ich rollerte einfach dahin, ohne jegliche Technik. Dabei ist doch Technik die halbe Miete beim Skaten! Aus diesem Grund waren wir super glücklich, als uns Martina von Hansmann PR ein Training mit einem echten Profi ermöglichte. Sebastian Baumgartner ist einer der bekanntesten deutschen Speed-Skater und rollend auf den Straßen seit 1994 aktiv. Seine Stärken liegen vor allem im Marathonbereich. Perfekt für unser Vorhaben!”

Unser Treffen mit dem Profi fand auf der Theresienwiese statt. Nach ein paar einführenden Worten erklärte er uns die richtige Technik (das Gleiten nach schräg außen ist zwar sehr intuitiv, allerdings nicht die optimale Art, nach VORNE zu kommen). Mir sind folgende Tipps am meisten in Erinnerung geblieben:

  • Grundspannung im Rumpfbereich und am besten tief in die Knie gehen: Dadurch steht man stabil in den Skates, auch wenn es während des Marathons mal etwas hektischer zugeht.
  • Der richtige Bewegungsablauf oder auch “Die Knie küssen sich”: Beim Skaten solltest du in die Bewegung reinfallen: Du drückst dich quasi mit dem rechten Bein ab und ziehst das linke Bein in Richtung des rechten Beines nach. Während der Abdruckphase auf dem rechten Bein geht das linke Bein in einem Halbkreis nach hinten, die erste Rolle des linken Inlineskates zeigt dabei nach unten. Jetzt “küssen” sich auch die Knie, indem sie zusammengehen. Dieser Bewegungsablauf sorgt für eine lange Rollphase.
  • “Später Kommen zahlt sich aus” – Jahahaha, da darf man ruhig infantil kichern! Damit ist Folgendes gemeint: Sobald sich die Knie “geküsst” haben, hast du vielleicht den Drang, dich sofort auf die andere Seite fallen zu lassen. Tu das nicht, sondern bleibe zunächst in dieser Position, ehe du den nächsten Schritt machst.

Jetzt, wo wir zumindest theoretisch wissen, wie wir am besten fahren sollten, müssen wir eigentlich “nur noch” üben, üben, üben. Bis zum Marathon sind noch rund drei Monate Zeit und wir wollen 2-3 mal pro Woche auf den Skates stehen. Wir werden dabei weiter an der Technik feilen und uns auch mal im Windschattenfahren üben. Zum Marathon gibt es nämlich Pacemaker, bei denen man sich melden kann (bzw. muss), die dann das Tempo vorgeben. Auf jeden Fall werden wir, wie in der “normalen” Marathonvorbereitung auch, einmal pro Woche eine lange Runde fahren und die Distanz kontinuierlich steigern. Wir merken nämlich jetzt schon, wie anstrengend die Rollerei für Beine (vor allem Oberschenkel- und Schienbeinmuskulatur) und Rücken ist.

Und damit kommen wir auch zum Thema Stabitraining. In der Marathonvorbereitung haben wir das so oft sausen lassen und dann im Wettkampf bitter bezahlt. Jetzt kümmern wir uns wirklich mal um unsere Schwachstellen und gehen einmal pro Woche gemeinsam ins Fitness-Studio. Dort trainieren wir Beine, Bauch, Rücken und neben der Kraft auch unser Gleichgewicht mit verschiedenen Übungen.

Bis dahin halten wir euch gerne via Instagram auf dem Laufenden.

Übrigens, als Tipp für euch: Über Rollerblade kommt ihr easy an einen Start für den Lauf-Marathon 2018. Die Aktion heißt „Skate to Run“. Wer also in diesem Jahr den Skate Marathon läuft, hat im kommenden Jahr seinen Startplatz sicher (natürlich gegen Bezahlung). Wer bisher kein Glück in der Lotterie hatte, kann jetzt die Strecke also schon einmal testen und nächstes Jahr in Laufschuhen dort Gas geben. Alle Infos dazu findest du hier. Wir sehen uns in Berlin!


2 Gedanken zu “THEY SEE ME ROLLIN´

  1. Es ist so lustig, ich hatte denselben Gedanken! Ich bin letztes Jahr den Berlin Marathon gelaufen und hab mir für dieses Jahr vorgenommen, ihn zu skaten. Was noch lustiger ist, ist dass ich mir auch genau dieselben Rollerbade Inliner bestellt habe, aber über eine andere Seite wo grad Ausverkauf ist. Die kommen am Donnerstag an, ich freu mich schon riesig! Jetzt denken die anderen Leser bestimmt ich wäre von Rollerblade und würde Werbung machen, aber nein, es ist nicht so. 😛

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s