#BEATBERLIN42: DOPPELT HÄLT BESSER

„Waaaas? Du willst in Berlin skaten UND laufen? Du bist ja verrückt!“ Jo. Ich glaube, anders hätte ich auch nicht reagiert. Und wer ist schuld? KELLER SPORTS! „Hallo ihr beiden, ich hoffe euch geht´s gut! Wir haben dieses Jahr von adidas zwei Startplätze für den ausverkauften Berlin Marathon am 24. September bekommen. Habt ihr Lust im September in Berlin an den Start zu gehen? Wenn nicht, könnten wir auch ein Gewinnspiel mit euch machen, wo ihr die Tickets an eure Community verlosen könntet.“

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Kurz dachte ich: Geil, zwei Tickets verlosen, das ist schon ziemlich cool für unsere Follower. Doch ungefähr zwei Sekunden später (bitte kein Hass!): Warum eigentlich? Wieso sollen wir ZWEI Tickets verschenken? Eins reicht doch auch? (Dass Laura nicht an den Start gehen würde, hatte ich einfach im Gefühl.) Ja, warum eigentlich nicht?! Vielleicht, weil ich am Tag zuvor dieselbe Strecke mit Inline-Skates zurücklegen würde? Ja, das könnte ein Hindernis sein. MUSS es aber nicht. Nach Rücksprache mit Susi, Conny und Annika (keine hat mich zurückgehalten) fiel die Entscheidung: Ich laufe Berlin und einer von euch darf mitkommen!

Nein, ich werde in Berlin keine Bestzeit laufen. Dazu bin ich aktuell gar nicht in der Lage. Mir ist wichtig, dass ich den Lauf genieße und zwar nicht nur bis Kilometer 35. Da hatte der Berlin Marathon 2015 für mich nämlich nichts mehr mit Spaß zu tun. Ganz im Gegenteil. Ja, ich war im Anschluss stolz auf mich, dass ich es überhaupt geschafft hatte. Aber trotzdem knabbere ich seit mittlerweile zwei Jahren daran, die vier Stunden damals nicht geknackt zu haben. Das ist einfach ein wunder Punkt bei mir.

Außerdem hat mich schon im vergangenen Jahr genervt, dass ALLE in Berlin gelaufen sind. Nur ich nicht. Auch meine Verletzung (meine Achillessehne war so schlimm entzündet, dass ich dann doch mal eine Pause eingelegt habe) hat mich kaum darüber hinweg getröstet. Da ich dann im November (Für diejenigen, die sich noch nie mit dem Berlin Marathon beschäftigt haben: Du musst dich fast ein Jahr vorher registrieren und hoffen, im Losverfahren einen Startplatz zu bekommen.) überhaupt nicht absehen konnte, wann richtiges Laufen wieder möglich wäre, habe ich mich nicht um einen Startplatz gekümmert. Die Option, den Marathon zu skaten, fand ich daher sehr cool. Aber ist halt nicht dasselbe, oder? Und deshalb habe ich mich riesig gefreut, als uns die Startplätze für den Lauf angeboten wurden.

foto-27-09-15-14-33-33Ich freu mich auf Berlin und die unglaubliche Stimmung. Ich bin gespannt, wie die Strecke überhaupt verläuft, ich kann mich nämlich ZERO dran erinnern. Und ich freue mich darauf, viele Freunde wieder zu treffen und mit denen Party zu machen. Meinen Flug hab ich schon extra umgebucht, damit ich Sonntag noch ein kleines Finisherbierchen trinken kann. Und, das darf man auch nicht vergessen: Wer zweimal startet, bekommt halt auch zwei Medaillen.

Der „spontane“ Marathon erfordert auch noch ein paar Anpassungen meines bisherigen Trainingsplans. Die ursprüngliche Idee war ja, den Tegernseelauf als Herbst-Highlight anzusehen und auf unter 1:45 Stunden zu trainieren. Mittlerweile bin ich von diesem Plan abgerückt. Ich habe zur adidas Runners City Night gemerkt, dass ich mich aktuell zwar im Training quälen kann, im Wettkampf aber nur wenig Lust dazu habe. Und der Tegernseelauf ist so schön, den will ich mir nicht mit Quälerei und (kann ja passieren) Enttäuschung über eine verpasste Zeit verderben. Jetzt denkst du vielleicht: „Ach guck, da hatse aber noch vor paar Wochen was ganz anderes gesagt!“ Das stimmt so teilweise. Ok, ich nehme Abschied von der sub 1:45. Heißt aber nicht, dass ich mir zwei Stunden lang die Eier schaukeln werde. Auf Bestzeit laufe ich trotzdem, was es mir bei meiner aktuellen von 1.48:28h zum Glück sehr einfach macht. Aber ich will nicht halbtot im Ziel ankommen. Schließlich sind die Marathons nur eine Woche später. Durch meinen zweiwöchigen Urlaub und die Tatsache, dass ich auch an den kommenden Wochenenden immer unterwegs bin, ist es meiner Meinung nach die beste Entscheidung.

Ansonsten werde ich brav mein Stabitraining durchziehen und natürlich auch fleißig inlineskaten. Da die Woche nur sieben Tage hat, kann es also vorkommen, dass ich am Tag zwei Einheiten durchziehe. Heißt im Klartext: Bis zum 22. September (da fliegen wir nach Berlin) werde ich permanent müde, vermuskelkatert und entsprechend schlecht gelaunt sein. Wer mit mir Zeit verbringen will, muss entweder mit mir arbeiten oder Sport machen. Ich werde rumnörgeln, fluchen und alles in Frage stellen. Und am 24. September werde ich in Berlin stehen, mit ZWEI Medaillen um den Hals und glücklich sein, dass ich´s durchgezogen habe. Ganz bestimmt!

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