GÄNSEHAUT VOM START BIS ZUM ZIEL: WARUM DU DEINEN ERSTEN MARATHON NIEMALS VERGESSEN WIRST!

Am 12.10.2014 sind wir gemeinsam unseren allerersten Marathon gelaufen. 42.195km am Stück, einmal durch ganz München. Auch wenn inzwischen einige weitere Marathons hinzukamen, bleibt der ERSTE für immer unvergessen. Und nicht nur für uns. Vor ein paar Wochen hatte ich daher EUCH via Instagram gefragt, an welches Detail ihr euch noch am allerliebsten erinnert. Ich habe versucht, das Ganze „chronologisch“ aufzubauen und muss sagen, dass ich bei jedem einzelnen Satz Gänsehaut hatte. Ich hoffe, euch geht´s beim Lesen ähnlich. Und für alle, die ihren ersten Marathon noch vor sich haben: Das alles erwartet euch, freut euch drauf! (Übrigens gibt es weit mehr als das Überqueren der Ziellinie, was im Gedächtnis bleibt. Sonst wäre der Blogpost allerdings auch recht kurz geworden, haha.)

  • An die Stunden davor, ich war noch nie in meinem Leben so aufgeregt. Das war 100% Adrenalin.
  • Die Aufregung / Anspannung vorher.
  • Der Start: Pure Freude, nach acht Monaten (!!!) Training endlich die 42.195km laufen zu dürfen. (Anm. der Redaktion: An dem Trainingspensum darf sich gerne ein Beispiel genommen werden.)
  • Unterstützung durch Familie / Freunde vor und während des Marathons.
  • Start mit all meinen Freunden.
  • „Scheiße, hab ich mir das gut überlegt?“ Am Ende war´s dann leider geil.
  • Musik beim Start. (Anm. der Redaktion: Berlin hat beispielsweise eine sehr eingängige Startmusik, die schon Wochen vorher für Gänsehaut sorgt. Und bei Trails wird oft und gerne „Highway to Hell“ gespielt.)

IMG-20141012-WA0043

  • Die Stimmung, wenn man durch das Menschenspalier an den Landungsbrücken läuft. (Anm. der Redaktion: Hamburg Marathon / ca. bei Kilometer 12.)
  • Dass ich mir alle partymachenden Leute in Berlin angeschaut habe (Balkone etc.). So cool!
  • Dass xy (Name der Redaktion bekannt) mir bis Kilometer 25 noch was von einer sub3 erzählt hat und ich ihn bei Kilometer 37 wieder hatte.
  • Dass ich so happy war, dass meine Familie überraschend bei bei Kilometer 29 stand.
  • Die Stimmung an der Strecke.
  • Die ersten 30 Kilometer. Die waren noch easy und haben Spaß gemacht.
  • Kilometer 30 und der abrupte Einbruch. (Anm. der Redaktion: Kennen wir!)
  • Geht aber auch anders: Die Dankbarkeit ab Kilometer 30, dass mein Körper sowas kann.
  • Meine Tochter, die stolz an der Seite stand und gejubelt hat.
  • Meine Cheeringcrowd bei Kilometer 32 (dich ich dringend mental gebraucht habe).
  • Sunnega, wo meine Familie mich anfeuerte, das gab Kraft. (Anm. der Redaktion: Sunegga ist ein langer Anstieg – bei Kilometer 32,5 – beim Zermatt Marathon.)
  • Bejubelung von Freund und Papa. Die waren so stolz.
  • Die Cola bei Kilometer 35.
  • Meine Oldies an der Strecke zu sehen.
  • Cheering Zone bei Kilometer 37.
  • Der Moment, als ich aufgeben wollte und mich dann doch entschieden habe, das Ding zu Ende zu laufen.
  • Die letzten fünf Kilometer sind bei mir immer der Endspurt und da gebe ich alles.
  • Gänsehaut ab Kilometer 38 bis ins Ziel.
  • Der Moment, als ich realisierte, dass ich es schaffe, obwohl die Beine müde waren (Kilometer 39).
  • Der Moment, als ich am Schluss nochmals schneller laufen konnte.
  • „Isatrice“ bei meinem ersten Marathon bei Kilometer 40 zu überholen. (Haha, gern geschehen!)
  • Laura: Der Lauf ab Kilometer 40, als ich wusste, dass ich es tatsächlich ins Ziel schaffen würde. Dann habe ich meine Eltern kurz vor dem Zieleinlauf gesehen, gejubelt und bin voller Stolz und unfassbarer Freude durchs Ziel gelaufen.

IMG-20141018-WA0016

  • Der Moment, als ich meine Familie bei Kilometer 40 stehen, jubeln und weinen sah.
  • Der Krampf bei Kilometer 41.
  • Kilometer 41, da realisierte ich dann wirklich, dass ich es schaffen werde.
  • Der Moment, als ich das Brandenburger Tor erblickt habe.
  • Die letzten 400 Meter durchs Brandenburger Tor aufs Ziel zu.
  • Der Moment, als es durchs Brandenburger Tor ging. (Anm. der Redaktion: Es haben schon eeeeinige geglaubt, der Berlin Marathon würde direkt am Brandenburger Tor enden. Danach geht´s allerdings noch weiter.) 
  • Einlauf ins Olympiastadion. (Anm. der Redaktion: Beim München Marathon läuft man ins selbe Stadion ein, wo 1972 der olympische Marathon endete. Es ist wirklich ein unvergessliches Erlebnis, dort reinzulaufen – egal, nach welcher Distanz. Nach dem Tunnel darf man dann allerdings noch eine halbe Runde durch das Stadion laufen, ehe man´s geschafft hat.)
  • Ein mega Konfetti-Regen von Freunden, inszeniert bei Kilometer 42.
  • Isabell: Als ich mich beim Einlaufen ins (Münchner) Olympiastadion zusammenreißen musste nicht zu weinen, weil ich keine verheulten Fotos haben wollte.

MUAM6017-20x30 (2)

  • Der Moment, als ich das Ziel gesehen habe und mir die Tränen in die Augen geschossen sind.
  • Der schönste Moment war, als ich in Hannover auf die Zielgerade gelaufen bin.
  • Die letzten 200 Meter beim Hamburg Marathon. Die Stimmung und die Emotionen werde ich nie vergessen.
  • Der Moment, in dem du realisierst, dass du wirklich über die Ziellinie laufen wirst.
  • Als ich die Ziellinie gesehen habe und wusste, es geschafft zu haben. Einfach nur glücklich.
  • Der Einlauf in die Festhalle Frankfurt (Main), aber sicher nicht an das Sterben davor.
  • Niemals aufzugeben. Trotz Problemen durchgekämpft und sub4 gefinisht.
  • Der Zieleinlauf, völlig überwältigt von den Gefühlen. Runner´s High.
  • An den Zieleinlauf mit meinem Papa, der mich durch den Marathon gebracht hat.
  • Ganz klar: Das Überqueren der Ziellinie mit Tränen in den Augen.
  • Der Zieleinlauf. Ich hab geheult wie ein kleines Mädchen vor lauter Glück.
  • Der Zieleinlauf. Gänsehaut, Lachen, Weinen. Der hatte alles!
  • Der Zieleinlauf, wenn man vor Freude einfach nur weinen muss, weil man es geschafft hat.

IMG-20141012-WA0006

  • Ich war erstaunlich schnell.
  • Die Stopp-Taste auf der Uhr zu drücken, um danach zu lesen: „Längste Distanz“.
  • Beim ersten Marathon kein Hammermann.
  • Fast im Ziel zusammengeklappt, aber in den Armen meines Mannes. Und ich war überglücklich, es geschafft zu haben.
  • Stolz.
  • An das unglaubliche Gefühl, wirklich 42 Kilometer gelaufen zu sein.
  • Die Medaille (denn an der hängen die ganzen weiteren Erinnerungen.)
  • Die Medaille um den Hals gelegt zu bekommen.
  • Das Schokobrötchen im Ziel. Das war der Himmel auf Erden.
  • Der Zieleinlauf und die Melone, die es gab.
  • Endgegner: Die Treppe danach.
  • Dass ich meine bessere Hälfte kennengelernt habe. (WOW!)

20141012_150102

DAS ALLES ist Marathon! (Natürlich auch viel Schmerz, Fluchen und so weiter. Aber damit wollen wir uns doch heute nicht die Laune verderben lassen!)

ALLE Fragen rund ums Thema Marathon (Training, Ausrüstung, Ernährung) werden übrigens hier beantwortet. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht hat uns außerdem unsere Freundin Mira vor zwei Jahren geschrieben. Auch sie ist in München ihren ersten Marathon gelaufen. (Von uns gibt´s keinen, weil wir erst danach mit Instagram gestartet sind und den Blog erst 2015 ins Leben gerufen haben. Dafür gibt´s aber Erfahrungsberichte zum zweiten Marathon – den sind wir in Berlin gelaufen.)