CIAO KAKAO 2018: UNSER JAHRESRÜCKBLICK

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Und da ist das Jahr schon wieder (fast) vorbei. Was das Fernsehen kann, können wir erst recht und deshalb nehmen wir dich heute noch einmal mit durch das vergangene Jahr. Dann brauchst du auch nicht den ganzen Blog und unseren Instagram-Feed durchscrollen. Die wichtigsten Posts verlinken wir auch nochmal.

2018 bei Laura – ein Jahr voller Ups and Downs und doch so anders als die Jahre zuvor. Ende Dezember scrolle ich gerne durch unseren Instagram Feed oder lese alte Blogposts und denke mir jedes Mal: wie kann ein Jahr schon wieder so schnell vergehen. Vier Jahre gibt es Isa und mich als Team „Run Munich Run“ jetzt (vier Jahre auf Instagram, unseren Blog gibt es seit drei Jahren). Aus der anfänglichen Idee „lass gemeinsam einen Account machen, auf dem wir uns motivieren“ wurde eine immer größere Community, die wir nicht mehr missen möchten! 2018 – in keinem anderen Jahr haben Isa und ich wahrscheinlich so wenige gemeinsame Fotos gepostet. Wir trainierten zwar regelmäßig morgens ab 6:30 Uhr im Fitnessstudio, aber die gemeinsamen Läufe wurden dank meiner Verletzung zu einer Rarität. 2019 wird das bestimmt (!!!) wieder anders.

Als ich Isa vorschlug einen Jahresrückblick zu schreiben, war ihre Antwort „puh, können wir ruhig machen… nur: was erzählst du?“. Tja Recht hat sie, denn das Jahr war – zumindest läuferisch – nicht wirklich ereignisreich. Anfang Januar trainierte ich noch voller Elan auf den Hamburg Marathon, bis mir mein Rücken im Februar endgültig einen Strich durch die Rechnung machte. Ich erinnere mich noch an die Trainingsläufe, bei denen es im Rücken zwar immer wieder zwickte, ich es aber weitgehend ignorierte. Dann, bei einem der Long Runs überlegt ich vor Schmerzen ab Kilometer 23 abzubrechen, zog es dann aber noch einige Kilometer weiter durch. Bereits die Bildunterschrift unter dem zugehörigen Instagram-Foto prophezeite nichts gutes. Und auch einige Kommentare darunter rieten mir eher zu einer längeren Pause.

Aus der längeren Pause wurden erst Tage, dann Wochen und schließlich Monate. Die Off-Season, in die man normalerweise verdient nach dem letzten Herbstmarathon geht, wurde für mich zum Status Quo. Im Frühjahr konnte ich nicht beim Hamburg Marathon antreten, auf den ich Anfang des Jahres noch trainiert hatte. Meine Rückenschmerzen besserten sich zwar durch Physiotherapie-Einheiten, Rückenübungen und sonstige Hilfsmittel, sie verschwanden aber nie ganz. Um die Hoffnung auf das große Jahresziel – den New York Marathon – nicht aufzugeben, besuchte ich fleißig Spinning-Kurse im Studio und hielt mich alternativ fit. Doch keine Chance, bei längeren Läufen traten die Schmerzen immer wieder auf. Und dann traf ich die schwerste sportliche Entscheidung des letzten Jahres: Ich sagte meinen New York Marathon Startplatz ab. Lange davor hatte ich hin und her überlegt, aber einfach keine Möglichkeit gesehen a) vernünftig darauf zu trainieren und b) den Marathon schmerzfrei abzuschließen. Als ich die Absage per Mail schickte und es schriftlich bestätigte, war ich auf einem richtigen Tiefpunkt. Wie sollte das bloß werden, wenn die ganze Crew durch die Straßen New Yorks läuft und du nur am Rand stehen kannst. Ich greife etwas vor: es war nicht leicht und am 4.11.2018 flossen bei mir einige Tränen, als die anderen morgens zum Bus aufbrachen.

Ab dem Zeitpunkt der Entscheidung nicht in New York anzutreten, versuchte ich zumindest das Beste draus zu machen. Laufen geht nicht? Dann musste ich eben andere Outdoor-Sportarten finden. Ich fand Gefallen an längeren Radtouren, auch wenn ich wirklich die schlechteste Ausstattung dafür habe. Immerhin besitze ich seit den Spinning Kursen eine Radlhose und einen Helm sowieso. Die Radtouren mit meinem alten, sau schweren Mountainbike haben mich angefixt und nächstes Jahr werde ich mir definitiv ein etwas schlankeres, rennrad-mäßigeres Rad zulegen. Mira hat schonmal recherchiert und ein sogenanntes „Gravel-Bike“ vorgeschlagen. Mit diesem kann man neben Asphaltwegen auch auf Schotter oder Feldwegen fahren und sie sind trotzdem dynamisch. Außerdem sind sie, dank der aufrechteren Sitzposition etwas rückenschonender als klassische Rennräder. Diese zwei Argumente haben mich schon überzeugt mir ein solches Fahrrad zu kaufen.

Während die anderen fleißig jeden Sonntag ihre Longruns abspulten, fuhr ich entweder Fahrrad, ging ins Fitnessstudio oder drehte Mini-Laufrunden im Schneckentempo. Eine gute Sache hatte das Ganze: wegen mir sind keine Streits mehr über den frühen Start am Sonntagmorgen aufgekommen :D. Und, ich konnte ganz viele Tage am See genießen. Außerdem heiratete 2018 gefühlt mein ganzer Freundeskreis, sodass ich ca. jedes zweite Wochenende von Mai bis September an den Wochenenden beschäftigt war.

Zwischendrin durften Isa und ich spannenden Kampagnen mit Kooperationspartnern machen. Die adidas Solarboost Kampagne mit dem Kick-Off-Event in Berlin und dem Videodreh in Herzogenaurach war definitiv ein Highlight davon.

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Snapseed

Im September fuhr ich traditionell zum Marathon in die Hauptstadt. Denn egal, ob man Berlin läuft oder nicht, auch als Zuschauer und „Cheerer“ hat man so viel Spaß! Ursprünglich wollte ich als persönlicher Cheerer von Isa mit. Leider wurde sie einige Tage davor krank und konnte nicht teilnehmen. Ich erinnere mich noch gut, dass ich auch ziemlich erkältet nach Berlin gefahren bin. Aber als Zuschauer ist das was anderes, als beim Laufen. Auch wenn ich danach erstmal richtig flach lag, der Berlin Marathon ist stimmungsmäßig innerhalb Deutschlands fast nicht zu übertreffen.

Mitte Oktober lud uns das Naturhotel Rainer ins schöne Jaufental nach Südtirol ein. Wir durften einen Traum-Tag beim Wandern erleben, der besser nicht hätte sein können. Bis dato war ich wirklich nicht der Wander-Typ und meine längste Tour in den letzten zwei Jahren war vielleicht zwei Stunden. Dieser Tag hat echt alle Erwartungen übertroffen. Zusammen mit unser Wandergruppe bestiegen wir über quasi einsame Wege mit Traumaussicht den Gipfel und haben abends den Tag entspannt im Hotel bei gutem Essen ausklingen lassen.


Danach rückte schon der New York Urlaub immer näher. Meine Stimmung schwankte vorab brutal zwischen „ach komm genieß einfach die Zeit in New York und feuer entspannt an“ und „heuuuul, ich will mitlaufen“. Ein Trostpflaster war der 5km Lauf, den ich am Samstag vor dem Marathon in New York gelaufen bin. Ich kann mich genau an das Gefühl währenddessen und auf den letzten Metern durch den Central Park erinnern. Auch wenn es nur die Mini-5km-Strecke war und nicht der New York Marathon, ich war in diesem Moment so glücklich, dass ich fast (mal wieder) vor Freude geweint hätte. Direkt danach habe ich meinen zwei besten Freundinnen eine Sprachnachricht geschickt, die angefangen hat mit „Laufen in New York toppt einfach alles, was ich bisher erlebt habe“ und als Feedback kam zurück „deine begeisterte Stimme sagt echt alles!!“ – oh ja, es war der Oberhammer. Überhaupt waren die Tage in New York mit die schönsten im ganzen letzten Jahr. Am Tag des Marathons, am 4.11.2018 wachte ich mit den Anderen in der Früh um 4 Uhr auf und konnte dann auch nicht mehr schlafen. Einerseits die Freude für die Anderen, dass sie endlich ihren Traum-Lauf live erleben, andererseits war ich einfach nur richtig traurig, dass ich nicht dabei sein konnte. Dieses gemeinsame Erlebnis ist einmalig, es wird nie wieder so sein wie an diesem einen Tag. Und ich war einfach nicht dabei. Das hat mich schon tief getroffen. Umso glücklicher war ich, als ich die Crew und insbesondere Isa und Mira sogar zweimal auf der Strecke gesehen und geknuddelt habe. Isa hat mir auch schon zugesagt, dass sie, sollte ich New York eines Tages laufen, zum Anfeuern mitkommt. Denn diesen Traum erfülle ich mir definitiv.

Die Zeit nach New York war dann eher eine persönliche Achterbahnfahrt und super stressig. Isa hat sich in dieser viel mehr um unseren Account und den Blog gekümmert, als ich es getan habe. Danke für deine Unterstützung und den Rückhalt! 2019 wird für mich ein kleiner Neustart, denn ich ziehe um und endlich wieder näher ans Zentrum und auch an die Isar. Ich freue mich riesig, dass ich nach vier Jahren wieder die schönste Laufstrecke quasi direkt vor der Haustür haben werde. Und der erste Wettkampf ist auch geplant: es geht in die Hauptstadt zum Berliner Halbmarathon. Ich brenne richtig auf das Training und endlich wieder die Stimmung auf der Laufstrecke – und nicht nur nebendran – aufzusaugen.

Ups and Downs, die gab es auch bei Isabell. Denn als Laura mich wegen des Jahresrückblicks fragte, dachte ich nicht nur an sie, sondern auch an alles was dieses Jahr bei mir scheiße (sorry, aber isso!) lief. „Hamburg verkackt, ein Ultramarathon, der definitiv der letzte für mich war, den Berlin Marathon gar nicht erst gelaufen… Was soll man da noch groß erzählen? Aber dann hab ich mir meine Medaillen angeschaut und festgestellt, dass ich ziemlich dumm bin.

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Klar, es lief vieles nicht, wie geplant, aber:

Ich habe einen Ultramarathon gefinisht und bin zwei Marathons gelaufen – Hamburg war zwar eine Katastrophe, aber ich hab´s durchgezogen. Und ich habe mir meinen großen Traum – den New York City Marathon – erfüllt. 2018 habe ich gelernt, dass „nur“ Training manchmal nicht reicht, sondern dass auch der Kopf eine große und wichtige Rolle im Wettkampf spielt. Gleichzeitig wurde mir bewusst, was alles bei einem versauten Lauf passiert: Nämlich rein gar nichts. Weder kippt die Erde aus der Umlaufbahn noch sinkt oder steigt mein Gehalt. Das verdiene ich nämlich GOTTSEIDANK eh anderweitig und weder mit meinem Hobby Laufen noch mit dem Bloggen. Außerdem gab´s auf Zypern eine neue Bestzeit auf die Halbmarathondistanz (trotz Gegenwinds und allgemeinem Mimimi) und das ist doch auf jeden Fall eine großartige Sache.

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Und auch sonst gibt es viele Gründe, dankbar zu sein. Ich war gemeinsam mit Laura Langlaufen und kann jetzt endlich skaten. Ich stand zwar schon als kleines Kind auf den dünnen Skiern, aber da wir hauptsächlich Klassisch fahren, konnte ich immer maximal so 100 bis 200m skaten. Im Blogpost dazu haben wir euch mit in die Olympiaregion Seefeld genommen und falls du das Anfang des Jahres noch nicht gelesen hast, kannst du es jetzt nachholen.

Dann hab ich mir gemeinsam mit Susi ´ne fette Medaille beim Frostwiesenlauf geholt (und ´nen dicken Bauch, weil es so viel zu essen gab!) und Conny auf ihren ersten zehn Kilometern nach der Geburt ihrer Tochter begleitet. Ich bin mit meiner Schwester wieder über den Rennsteig gelaufen (und schon für den Marathon 2019 angemeldet) und noch bei einigen weiteren Läufen gestartet. Zum Beispiel hab ich mir in London eine GLITZERMEDAILLE erlaufen! Sogar an meinem Geburtstag gab´s einen schönen Trail – wie für mich gemacht! Und auch Laura und ich sind wenigstens einmal in diesem Jahr gemeinsam bei einem Lauf am Start gewesen. Beim Riem Arcaden Run ging es für uns nicht nur um eine (halbwegs) gute Zeit über die 5km-Strecke, sondern vor allem darum, Spenden für die Bayerische Krebsgesellschaft zu sammeln.

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Alle meine Läufe habe ich (mehr der weniger – irgendwas ist ja immer!) schmerzfrei absolviert. Nachdem ich vor zwei Jahren selbst vier volle Monate pausieren musste und jetzt hautnah dabei war, als Laura einen Lauf nach dem anderen sausen lassen musste, definitiv etwas, das ich zu schätzen weiß.

Was ich ja noch viel lieber mache als Laufen, ist, darüber zu reden. Nicht nur hier auf dem Blog oder auf Instagram, sondern auch so richtig in Echt. Gemeinsam mit Susi von Runskills, den lieben Mädels von Anita (ja, das sind die mit den BHs!) und zehn „Marathon-Rookies“ haben wir einen richtig coolen Marathon-Workshop gemacht. Mit Laufen, kleinem Workout, leckerem Frühstück und ganz viel Marathon-Gelaber. Einige der Mädels waren bereits für einen Marathon angemeldet, andere haben es im Nachgang getan und trainieren mittlerweile fleißig. Es macht mich sehr, sehr glücklich, dass wir so viele Leute erreichen, unsere Leidenschaft teilen und andere damit anstecken können. Falls DU auch mit einem Marathon liebäugelst, findest du in diesem Blogpost alle Antworten auf deine Fragen.

Und eine weitere Sache, die ich gerne mache, haben wir gemeinsam auf ein neues Level gebracht: Den Mittelfingermittwoch! Ja, mir macht es Spaß, mein Genörgel mit dir zu teilen, mich aufzuregen, Druck abzulassen und zu erfahren, dass es einigen genauso geht. Ich glaub, darauf kriegen wir auch immer die meisten Nachrichten. Über ein Thema „musste“ ich sogar einen Blogpost schreiben: Das allseits beliebte Thema Werbung.

Und da kommen wir noch zum letzten Thema: Wir durften dieses Jahr richtig coole Kooperationen machen. Sind mit adidas, Philipp Pflieger und Kai Pflaume in Berlin in den Sonnenaufgang gelaufen, waren beim Langlauf und sind in Südtirol gewandert, hatten die halbe Wohnung voll mit leckeren Nudeln und Müsli, müssen uns keine Sorgen mehr wegen hängender Brüste (hihi!) oder kalter Ohren machen UND konnten einige coole Gewinnspiele für unsere Follower herausschlagen. Das wollen wir auch 2019 so fortführen und deshalb freuen wir uns, wenn du weiterhin dabei bist.

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Danke, dass du ein Teil unserer Community bist und alles Gute für 2019!

Isabell und Laura