AM RENNSTEIG DURCH DAS LAND – WARUM DU DEN RENNSTEIGLAUF EINMAL IM LEBEN LAUFEN MUSST. UND IMMER WIEDER ZURÜCKKEHREN WIRST.

Dieser Blogbeitrag entstand in sportlicher Kooperation mit dem GutsMuths-Rennsteiglauf

Der Rennsteiglauf – 1973 von vier Jenaer Studenten ins Leben gerufen und mittlerweile Kultlauf, der jedes Jahr um die 16.000 Starter in seinen Bann zieht. Sie alle haben ein Ziel, nämlich das schönste der Welt: Schmiedefeld. Falls du uns schon länger als ein paar Monate folgst, weißt du bestimmt, dass der Rennsteiglauf MEIN Lauf ist. Hier ist meine Heimat und deshalb fühlt es sich immer irgendwie besonders an. Ich bin 2013 zum ersten Mal dort gestartet und seitdem (bis auf eine Pause 2014) auch jedes Jahr gelaufen.  Immer war meine Familie dabei.

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In Floh(-Seligenthal) bin ich aufgewachsen.
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Erster Rennsteiglauf – mit Oma und Opa im Ziel
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Die erste Rennsteiglauf-Medaille
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Meine Groupies 2013: Oma, Schwester, Opa

Bei meinem ersten Start hatte ich sogar meine Großeltern (und meine Schwester) als Groupies engagiert. Meine Schwester (2015 war auch Laura dabei) und mein Papa sind schon gemeinsam mit mir gestartet und bei meinem Supermarathon 2016 hatte ich Oma, Opa und meine Freundin unterwegs im Wald postiert, während meine Eltern und meine Schwester in Schmiedefeld auf mich warteten.

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Rennsteiglauf 2015 – mit meiner Schwester und Laura am Start in Oberhof. Wer noch nie mitgelaufen ist, darf übrigens ganz hinten starten.
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Mit unseren Eltern am Start (2015)
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Mit Papa im Ziel – 2017
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2018 – mit meiner Schwester

Nach insgesamt vier Halbmarathons und einem Supermarathon dort geht´s für mich dieses Jahr auf die Marathonstrecke. Und ich bin schon sehr aufgeregt, denn diese Strecke kenne ich noch gar nicht. Außer den Anstieg kurz vorm Ziel, den hab ich mir schonmal angeschaut. Der ist grausam! Bei Halb- und Supermarathon geht´s auf den letzten Kilometern eher bergab. Das hat schon eher was. (Tut aber auch weh.)

Warum ich dann dieses Jahr den Marathon laufe? Weil mir die Medaille noch fehlt. Ich mag es gerne, wenn ein Projekt „so richtig abgeschlossen“ ist und ein kompletter Medaillensatz zählt für mich dazu. Außerdem bekommt man bei  Marathon seine Startnummer unterwegs abgestempelt. Für mich also Anreiz genug. Wem das nicht reicht, den kann man bestimmt mit dem Bier locken, dass es bei Kilometer 37,1 – am Verpflegungspunkt Frauenwald – gibt. Damit sollten die letzten fünf Kilometer doch auch noch zu schaffen sein, oder?

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Dieses Jahr wird der Medaillenkreis geschlossen!
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Strecke und Profil des Rennsteig-Marathons. Quelle: http://www.rennsteiglauf.de

Tipps vom Profi

Und wer könnte mir bessere Tipps für den Rennsteig-Marathon geben als Nora Kusterer, die den Lauf nicht „einfach“ nur mehrfach gewonnen, sondern auch gleich noch mit Streckenrekord absolviert hat? Richtig, niemand. Ich hab mich riesig gefreut, dass sich Nora die Zeit genommen hat, mir ein paar Fragen zu beantworten.

Wenn ich das richtig im Netz gefunden hab, hast du auch an der FSU Jena studiert (ich war von 2004 bis 2010 dort, dann hätten wir uns knapp verpasst!) und arbeitest jetzt im Vertrieb bei Alnatura? (Ich arbeite auch im Vertrieb.) Geht´s dir auch so, dass du dann beim Laufen vom Job abschalten kannst? Und dich das Laufen auch stressresistenter für den Umgang mit Kunden macht? Und: Wie bekommst du Job und Marathon auf Spitzen-Niveau unter einen Hut?

Das hast du richtig gefunden. Ich habe von 2008 bis 2011 in Karlsruhe studiert (Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW) und bin im Herbst 2011 für meinen Master nach Jena gezogen. Von 2013 bis 2016 habe ich auch noch in Jena gearbeitet und bin dann im März 2016 zu Alnatura nach Darmstadt gewechselt.

Mir geht’s auf jeden Fall so, dass ich beim Sport, insbesondere beim Laufen, abschalten kann. Bei einem lockeren Waldlauf genieße ich die Umgebung, bei einer (knallharten) Bahneinheit konzentriere ich mich voll und ganz auf das aktuelle Training und beim Longrun schweifen die Gedanken im besten Fall total ab und die Kilometer vergehen wie im Flug. Ob mich das Laufen stressresistenter macht, weiß ich nicht genau; es sorgt aber in jedem Fall für ein gutes Immunsystem, sodass ich den jährlichen Grippewellen oftmals entkommen kann oder sie bei mir nur glimpflich ablaufen.

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Noras erster Rennsteiglauf(sieg): 2015. (Foto: privat)

Wie cool, dass du meine Marathon Zeiten schon als Spitzen-Niveau siehst. Ich selbst bezeichne mich oftmals gerne als ambitionierte Hobbyläuferin. (Wenn Nora Hobbyläuferin ist, dann bin ich… Larry!) Ich denke, dass es eine Mischung verschiedener Faktoren ist: Zum einen ist mein Freund auch Läufer. Wir haben uns 2012 in Jena über das Laufen kennengelernt. Auch wenn er noch ein gutes Stück schneller ist als ich, können wir viele Einheiten gemeinsam machen und damit auch einen Großteil unserer Freizeit zusammen verbringen. Zum anderen braucht es sicherlich Organisationstalent in Kombination mit einem gewissen Maß an Leistungsbereitschaft. Wenn ich berufliche Termine habe, dann schnüre ich die Laufschuhe eben schon morgens um 6 Uhr oder noch abends, wenn andere zur Primetime vor dem Fernseher hocken. Zugunsten der Regeneration wäre es manchmal vielleicht klüger, einen Schritt kürzer zu treten. Das alles wäre aber gar nicht möglich, wenn ich nicht so einen Riesen-Spaß am Laufen hätte. Nach einigen Laufjahren kann ich sogar sagen, dass ein sinkender Spaßfaktor meist ein Indiz für eine Verletzung oder Krankheit war.

Du hast nicht nur den Rennsteig-Marathon gewonnen, sondern den Streckenrekord zunächst auf 03:01:31 Stunden (und später auf unter drei Stunden!) gedrückt. War das vorher ein Thema für dich? Sowohl der Sieg als auch der Rekord? Oder kam das überraschend? Und: Was hast du dir für dieses Jahr vorgenommen?

Mein Freund hat schon früh versucht mich zum Rennsteiglauf zu überreden. Es hat aber gut zwei Jahre gedauert, bis ich mich auf das Projekt eingelassen habe. Beim ersten Start habe ich den Rennsteiglauf direkt gewonnen und den Streckenrekord auf der damals 43,5 km langen Strecke auf 3:01:31 verbessert. Beides war vorher ein Thema für mich, aber im Marathon ist vieles möglich (vor allem, dass man so richtig verkackt, Anm. d. Redaktion), so dass ich mir erst bei Kilometer 36 sicher war, dass ich es schaffe. Dass ich den bis dahin gültigen Rekord von 3:07 um 5 Minuten verbessere, hätte ich nicht gedacht.

Mein zweiter Rennsteigmarathon war dann 2017. (Dazwischen rannte Nora die Halbmarathondistanz und wurde 2016 nach 1:22:20 Zweite!) Die Strecke wurde 2016 auf 42,195 km verkürzt (Ich weiß noch, dass ich damals gefragt wurde, ob ich nicht den Marathon laufen und ein bisschen Werbung machen wolle. Aber neiiiin, es musste ja der Supermarathon sein!) und mein Ziel war es, als erste Frau auf dem Rennsteig unter 3 Stunden zu bleiben. Dass die Uhr im Ziel bei 2:54:00 (ganz genau blieb sie übrigens bei 2:53:59 stehen!) stehen blieb, hat mich selbst total umgehauen.

Dieses Jahr werde ich den Marathon tatsächlich nur im Internet verfolgen. Mein Freund und ich erfüllen uns einen langen Wunsch und reisen zwei Wochen durch Irland. Nach jeweils zwei langen und anstrengenden Marathonvorbereitungen in 2017 und 2018 (Auch im Vorjahr gewann Nora den Rennsteig-Marathon – in 2:56:22.) dankt es mir mein Körper, wenn dieses Frühjahr einmal ruhiger wird. (Umso besser, so hab ich auch ne Chance auf den Sieg, HAHA!)

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So sehen Sieger aus: Noras Zieleinlauf 2017 (Foto: privat)

Den Rennsteiglauf muss man mindestens einmal im Leben machen, weil…

…die Stimmung einfach unvergleichlich ist. Das fängt schon beim Start an: Bevor es losgeht, singen alle Läufer gemeinsam das Rennsteiglied und schunkeln den Schneewalzer. Weiter geht es mit einer tollen Verpflegungsstelle in Masserberg. Cola und Iso schmecken an den kleinen Holzhütten irgendwie noch besser. Mein persönliches Highlight ist immer der Drehorgel Spieler nach Kilometer 30. Außerdem: Das schönste Ziel der Welt, liegt in Schmiedefeld. (Und mehr muss man dazu gar nicht mehr sagen!)

Das Wichtigste in der Vorbereitung auf den Rennsteiglauf? Worauf sollten Erst-Starter achten?

Für die Marathonvorbereitung halte ich es immer so, dass ich vor allem die langen Läufe in der Umgebung absolviere, in der auch der Wettkampf stattfindet. Das heißt: Für einen Straßenmarathon lange Läufe auf flachen, asphaltierten Straßen/Radwegen. Für den Rennsteigmarathon habe ich die Jenaer Kernberge bzw. den Odenwald entlang der Bergstraße unsicher gemacht.

Ebenfalls wichtig ist, dass man im Hohlweg (ca. km 22) aufpasst, wo man die Füße hinsetzt. Ich hatte bisher immer Glück mit dem Wetter, aber insbesondere bei nassen Verhältnissen ist Vorsicht gefragt. Die langsamsten Kilometer hatte ich immer bergab im Hohlweg, aber bei der Gesamtstrecke fällt das kaum ins Gewicht (besser als umknicken und aussteigen müssen). Außerdem gilt: Körner aufsparen. Die zweite Hälfte hat etwas mehr Höhenmeter und hält ein paar nette Anstiege bereit. (Vor allem kurz vorm Ziel geht es nochmal richtig fies bergauf, während Halb- und Supermarathonis zum Schluss nur noch bergab rollen müssen.)

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Objekt(e) der Begierde: Die Medaillen! (Foto: Rennsteiglauf)

Was darf man am Rennsteiglauf-Wochenende auf keinen Fall verpassen?

  • Auf keinen Fall zu spät zum Start kommen, denn sonst verpasst man Rennsteiglied und Schneewalzer. (Und ohne kann man nicht starten. Geht echt nicht!)
  • Als mehrfache Siegerin war ich noch nie dabei (Asche auf mein Haupt) aber die Party am Abend im Zelt soll grandios sein. (Auch als Nicht-Sieger war ich noch nie dabei. Peinlich!)
  • Mindestens (!) zwei Stück Thüringer Blechkuchen nach dem Lauf genießen. Optional auch noch ein Köstritzer Schwarzbier dazu. (Ja, also Kuchen ist ja neben Klößen und Bratwurst sowas wie das Nationalgericht Thüringens. Vor allem Rahmkuchen!)
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Gänsehaut-Atmosphäre: Marathon-Start in Neuhaus am Rennweg (Foto: Rennsteiglauf)

Wenn du nicht gerade über den Rennsteig rennst, findet man dich wo?

Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass ich neben meinem Vollzeitjob trotzdem irgendwo in Laufschuhen feststecke. Im Sommer tausche ich sie ab und zu gegen das Mountainbike, im Winter gegen (Langlauf)Ski, aber nach kurzer Zeit stelle ich fest, dass Laufen einfach herrlich ist und ich dankbar dafür bin, dass ich das so ausüben kann, wie ich es momentan mache.

Wusstest du, dass… Noch ein paar Facts zum Abschluss

  • 1973 starteten vier Studenten aus Jena zum 100-km-GutsMuths-Gedenklauf, um zu erforschen, wie der menschliche Körper auf eine derartige Dauerbelastung reagiert (Dieser Lauf von Eisenach bis Masserberg ging nachträglich als der erste GutsMuths-Rennsteiglauf in die Geschichte ein.)
  • Bereits ein Jahr später starteten 12 Studenten vom Heuberghaus nach Neuhaus. Nach 82 Kilometern erreichten acht Läufer das Ziel. (Schmiedefeld wurde erst später das schönste Ziel der Welt.)
  • 1975 gab es die erste Ausschreibung mit knapp 1.000 Startern und neben der 82-Kilometer-Distanz (50 Meilen) wurde noch eine kürzere Distanz (38 Kilometer) für Frauen eingeführt, da man der Meinung war, dass Frauen eine solche Distanz nicht bewältigen können. (Es wurde ja lange genug behauptet, dass die Gebärmutter rausfiele, wenn Frauen lange Strecken laufen. Tut sie nicht, ich hab´s ausführlich getestet.) Aus diesem Grund wird der Rennsteiglauf-Marathon historisch gesehen als „Frauenlauf“ bezeichnet. Es gab aber auch Starterinnen auf dem „Langen Kanten“. (Ha, wäre doch gelacht, wenn Frauen das nicht schaffen!) 
  • 1975 geht auch als Taschenlampenstart in die Geschichtsbücher ein, da der Supermarathon um 1.00 Uhr am Heuberghaus startete und die Läufer eine Taschenlampe bei sich trugen. (Der Supermarathon startet mittlerweile auf dem Marktplatz in Eisenach. 6 Uhr in der Früh geht´s los.)
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Taschenlampenstart. (Foto: Rennsteiglauf / Archiv)
  • Die Zeitmessung erfolgte von Anfang an elektronisch mit Hilfe einer Lochkarte. Dabei hatte jeder Starter eine Lochkarte dabei. (Heute brauchst du nur deinen Chip von Mika-Timing am Schuh oder Knöchel.)
  • Seit Ende der 80er-Jahre gibt es verschiedene Wanderstrecken.
  • Anfang der 90er kam der Halbmarathon hinzu. (Und der ist jedes Jahr frühzeitig ausgebucht. Falls du also erst einmal die kurze Distanz testen willst, musst du schnell sein. Am besten gleich am 18. Mai – also direkt nach dem diesjährigen Lauf) anmelden.
  • Der Marathon hatte im Laufe der Jahre unterschiedliche Distanzen: 38, 45, 43 und seit 2016 42,2 Kilometer. (Davor war es quasi ein kleiner Ultralauf.)
  • Kloß- statt Pastaparty: Am Vorabend des Rennsteiglaufes gibt es in den verschiedenen Startorten (Oberhof, Neuhaus, Eisenach) Original Thüringer Klöße mit Rotkraut und Gulasch/Braten. Gerade in Neuhaus (Startort des Marathons) wird der Vorabend mit der „Partyband Hess“ und „Hans im Glück“ regelrecht zelebriert. Die Menüs für die Kloßpartys sind im Startgeld inbegriffen.
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Eat all the Klöße. Run all the miles: Kloßparty am Vorabend des Rennsteiglaufs. (Foto: Rennsteiglauf)
  • Der Rennsteiglauf ist berühmt für seine Verpflegung: Schleim (Rezept ist geheim und den besten gibt´s auf der Ebertswiese – also bei Kilometer 36 beim Supermarathon), belegte Brötchen, Nutellabrot, Würstchen, Knacker, Fettbrote, Bier…
  • Bier gibt’s übrigens an den letzten Verpflegungen auf dem Marathon und Supermarathon. (Ich kann mich gar nicht mehr an den letzten Verpflegungspunkt beim Supermarathon erinnern. Aber beim Marathon achte ich drauf, versprochen!)
  • Im Ziel erhält jeder Finisher ein Läuferbier (das direkt in die Birne geht!)
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Just do Marathon Mehr muss man nicht sagen, oder?!
  • Auf dem Marathon kann man sich die Startnummer unterwegs abstempeln lassen. (Will ich!) Im Ziel gibt es auch die traditionellen Zielstempel (OK. DAS ist neu für mich. Upsi.)
  • Insgesamt sind zum Rennsteiglauf über 1.700 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. (Und die sind alle ganz toll!)
  • Der Gänsehautstart zum Marathon ist was Besonderes, wenn das Rennsteiglied und der Schneewalzer erklingen. (Das ist aber auch beim Halbmarathon schon sehr schön. Und beim Supermarathon. Ich freu mich schon aufs Singen und Schunkeln!)
  • Die Hohle bei Masserberg bietet einen anspruchsvollen Trail auf zwei Kilometern Länge, bevor man wieder auf Wiesen- und Waldwege wechselt.
  • Am (gefürchteten) Schlussanstieg in Schmiedefeld stehen die Menschen dicht an dicht und peitschen die Läufer den Berg rauf. Wird in Fachkreisen mit Alp D’huez verglichen.
  • Beim Marathon können sich die Läufer auf sieben (!) Verpflegungspunkte freuen.
  • Für den Marathon hast du neun Stunden Zeit. Außerdem gibt´s bei Kilometer 33 eine offizielle Ausstiegsmöglichkeit am Großen Dreiherrenstein. (Ich will aber ins Ziel LAUFEN.)
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Wer Bratwurst nicht mag, hat Thüringen nie geliebt. (Foto: Rennsteiglauf)
  • Mittlerweile gab es schon etliche Hochzeiten während des Rennsteiglaufes, z.B. 2018 auf der Marathonstrecke, wobei die Hochzeitsgesellschaft den Marathon lief, bei Frauenwald die Strecke verließ, um am Bahnhof Rennsteig zu heiraten und dann wieder auf der Strecke einzusteigen und ins Ziel zu laufen. (Ne Medaille zur Hochzeit. Klingt attraktiv.)
  • Wer am Rennsteig den Marathon läuft, wird unweigerlich beim „Drehorgelmann“ rasten.
  • Bis Mitte der 90er Jahre wurde nach dem Lauf noch unter freiem Himmel geduscht mit „liebevoller Unterstützung“ der Feuerwehr. Seitdem gibt es das Duschgebäude oberhalb des Zielareals. (Und auch eine mobile Sauna, superlustig!)
  • Der Rennsteiglauf ist nicht nur bekannt für seinen Zieleinlauf (der ist wirklich gut, echt jetzt!), sondern auch für seine After-Race-Party. Die Ultraläufer sollen da besonders aus der Masse stechen. (Ich war noch nie bei der Party, vielleicht klappt es dieses Jahr!)
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Party hard: Wer laufen kann, der kann auch feiern. Die After-Rennsteiglauf-Party ist legendär. (Foto: Rennsteiglauf)
  • Es gibt viele Läufer, die sich direkt in Schmiedefeld für das nächste Jahr anmelden.  Mehr als 1.000 „Traditionsläufer“ sind mittlerweile beim Rennsteiglauf am Start – heißt: sie haben den Lauf mindestens 25 mal gefinisht. (Da hab ich noch was vor mir!) Zudem bekommt jeder Starter bei seinen Startunterlagen die Startkarte für´s nächste Jahr. Damit man bloß nicht vergisst, sich anzumelden.
  • Kleiner Tipp für alle Läufer: Bei der Gepäckwiese handelt es sich um eine WIESE. Deshalb bestenfalls nochmal die trockenen Sachen im Kleiderbeutel zusätzlich wasserdicht verpacken.

Das waren jetzt jede Menge Fakten. Weitere Berichte findest du übrigens unter diesem Link. Falls du dennoch immernoch zögerst, hilft nur eins: Anmelden und selbst laufen! Einmal Rennsteig, immer Rennsteig. Ich schwör´s dir! Wir sehen uns in Schmiedefeld!

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