„ICH KÖNNTE AUCH MAL…“ – „ICH SOLLTE MEHR…“ SCHLUSS DAMIT! WARUM KONKRETE ZIELE SO WICHTIG SIND.




Auch eine Reise von tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an.

„Warst du schon immer so schnell?“ Erst neulich, nach meinem ersten „Post-Verletzungs-Intervall“ kam diese Frage (wieder). Ob ich schon immer so schnell war? Natürlich nicht! Weder war ich schon immer so schnell, noch bin ich schon immer (mit Spaß!) lange Distanzen (und damit meine ich alles, was länger als ein 100-Meter-Sprint ist) gerannt. Ich bin das ganze Gegenteil einer geborenen Läuferin und als ich neulich meine ehemalige Studienstadt Jena besucht habe, ist mir das erst wieder so richtig bewusst geworden. Überraschung, Überraschung, auch ich musste das Laufen lernen. 

Das klingt für dich jetzt wahrscheinlich völlig logisch. Ehrlicherweise muss ich selbst gestehen dass ich immer mal wieder vergesse, „wo ich herkomme“: Nämlich von einer gut drei Kilometer langen Runde durch den Jenaer Paradiespark. Für die ich damals zu Beginn rund 25 Minuten brauchte. Ich wusste damals auch gar nicht, dass das (verhältnismäßig) langsam ist. Für mich stand eher Folgendes auf der Uhr: „Wow! Ich bin fast 30 Minuten am Stück gejoggt!“ Einmal – das war wirklich schlimm – hat mich meine Freundin, die mit mir Sport studiert hat (ja, ich hab Sport studiert und rückblickend ist es echt fast ein wenig peinlich), in 18 Minuten durch den Park getrieben. Ich war so unfassbar fertig hinterher! Ich kann mich auch noch gut an meine ersten 10 Kilometer, die ich unter 60 Minuten geschafft habe, erinnern: Ich lag danach nämlich erst einmal mit Schnappatmung im Keller meiner Eltern.

Und diese Gefühle kamen in Jena wieder hoch. Auch, dass es nicht selbstverständlich ist, dass ich mittlerweile um die 20 Halbmarathons (ich kenne die genaue Zahl nicht, weil ich immer einen vergessen, weil´s keine Medaille gab) und acht Marathons gelaufen bin. Ich habe lange und auch hart dafür gearbeitet. Hab Rückschläge (aka Verletzungen) weggesteckt und mich immer wieder auf das fokussiert, was ich erreichen will. Und damit möchte ich dir Mut machen: Es ist tatsächlich noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch die langsamste Schnecke kann noch zu einer kleinen Rakete werden. Oder einen Marathon finishen.

Meine läuferischen Wurzeln liegen sozusagen in Jena...

Soll ich dir mal sagen, wann ich mich besonders stark disziplinieren muss? Du darfst mir das aber echt nicht übel nehmen! Mein innerer Monk dreht durch, wenn er auf Instagram-Posts mit krummen Distanzen sieht. Ganz „schlimm“ war das während unseres Virtual Runs, weil ich mich immer gefragt hab, warum Der- oder Diejenige statt 2,9 nicht einfach 3 Kilometer gelaufen ist? Aber ich hab´s früher ja auch nicht anders gemacht! Soweit ich weiß, waren auch einige Anfänger bei der Aktion dabei und es ist ja völlig klar, dass man dann einfach aufhört, wenn die Runde vorbei ist. Ich hab mir früher auch nie Gedanken um „krumme Zahlen“ gemacht, sondern war einfach froh, wenn ich fertig war. Also, bitte nicht böse sein.

Was uns bei diesem Lauf alle vereint hat, egal, ob jemand 20 Kilometer gerannt ist oder eben 2,9 Kilometer: Wir hatten ein gemeinsames Ziel! Gemeinsam mit den Jungs von Crowdlauf hatten wir ein knackiges, aber gleichzeitig gut schaffbares Ziel definiert: Die „Crowd“ hatte vier Wochen Zeit, um gemeinsam 20.000 Kilometer abzureißen. Und jeder, der dabei war, hat sein Bestes gegeben, um dieses Ziel auch zu erreichen. Nur mit „Ich müsste jetzt dann bald mal mehr laufen gehen…“ hätten wir das nicht geschafft!

Und deshalb erzähle ich dir heute, warum Ziele so wichtig sind und rufe gleichzeitig zu einer kleinen Challenge auf, damit du dein nächstes Ziel erreichst.

  • Ziele sind der wesentliche erste Schritt, um aus etwas Unsichtbarem (einer Idee) etwas Sichtbares zu machen.
  • Ziele schaffen Klarheit und Fokussierung in Bewusstsein und Unterbewusstsein.
  • Ziele bewirken Anziehungskraft – für dich selbst und für dein Umfeld.
  • Ziele geben deinem Handeln eine Richtung.
  • Ziele motivieren zu Leistung – insbesondere, wenn die Ziele attraktiv sind.
  • Ziele setzen Energie frei.
  • Ziele fördern Kreativität.
  • Ziele fördern Kooperation.
  • Ziele stärken deine Ausstrahlung, weil Menschen, die wissen, wo sie hinwollen, selbstbewusster auftreten.

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Ich selbst brauche immer ein (größeres) Laufziel, um bei der Sache zu bleiben. Das kann ein Marathon sein oder ein schneller Halbmarathon. Oder eine Bestzeit auf 10 Kilometer. Hauptsache, ich habe etwas, woran ich mich im Training festhalten kann. Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich Wettkämpfe total geil finde (und mich auch stetig verbessern will) und nicht nur laufe, „um mich fitzuhalten“. „Fit bleiben“ oder „fit werden“ ist übrigens kein Ziel. denn es ist nicht SMART definiert:

Specific (Spezifisch)
Measurable (Messbar)
Achievable (Erreichbar)
Realistic (Realistisch)
Time framed (Zeitrahmen)

Vielleicht erkennst du jetzt, warum „fit bleiben“ oder „etwas mehr Sport treiben“ keine konkreten – SMARTen – Ziele sind: Es ist weder spezifisch, noch irgendwie messbar (Was heißt denn „fit“ / „MEHR Sport“?) und ob´s erreichbar und realistisch ist, geht daraus auch nicht hervor. Zudem fehlt der zeitliche Rahmen. BIS WANN willst du denn fit sein? WIE OFT willst du laufen gehen? Du siehst Da bleiben zu viele Fragen offen. Stell dir genau diese Fragen, wenn du dir (mal wieder) überlegst, was du gerne alles schaffen würdest. Nutze die SMART-Formel, um ein konkretes Ziel zu formulieren. Dann fällt es dir auch leichter, dieses zu erreichen.

Für das restliche Jahr habe ich zwei Ziele:

  1. Einen Halbmarathon unter 1:45h schaffen. Und zwar am 10.11.19 am Gardasee. Das ist auf jeden Fall realistisch, wenn auch ein wenig anstrengend. Training darf aber durchaus anstrengend sein. Messbar ist es auch. In rund drei Monaten wissen wir alle mehr, ob´s auch erreichbar war. 😉
  2. Für die kommenden fünf Monate habe ich mir außerdem vorgenommen, insgesamt 1.000 Kilometer zu laufen. Dieses Ziel habe ich mir nochmal in „Zwischenziele“ aka 200 Kilometer pro Monat und 50 Kilometer pro Woche aufgesplittet. Dann ist es nicht so ein unendlich großer Batzen und ich kann Schwankungen in den wöchentlichen Umfängen auch besser ausgleichen. Also zumindest besser, als dann im Dezember noch 500 Kilometer vor der Brust zu haben.

Um mich selbst zu motivieren (ja, ich brauche trotzdem hin und wieder einen kleinen Tritt), habe ich mir eine Challenge überlegt. Und ich freue mich sehr, wenn du mich hier unterstützt! Pro gelaufenen Kilometer werde ich jeweils 1 Cent an das Kinderhospiz Mitteldeutschland spenden (zusätzlich zu meinem Dauerauftrag). Pro Wettkampfkilometer kommt jeweils 1 Euro obendrauf. Das klingt jetzt vielleicht nicht viel. Und ist es auch bei 1.000 Kilometern nicht. Aber – und hier kommst DU ins Spiel – es ist eine Challenge, die erstens motiviert und zweitens für jeden nahezu schaffbar ist. Körperlich und finanziell. Lass uns eine GEMEINSAME Challenge draus machen! Denn auch kleine Schritte (und kleine Geldbeträge) können am Ende Großes bewirken. So wie jeder Marathon mit dem ersten Schritt beginnt, sieht es auch beim Helfen aus. Und nachdem ich mich selbst einmal im Kinderhospiz Mitteldeutschland umgeschaut und erfahren habe, dass jährlich zwischen 1,5 und 2 Millionen (!) Euro benötigt werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, habe ich einen noch viel größeren Drang, hier zu helfen. Dort wird so unglaublich gute Arbeit geleistet, dass ich das einfach unterstützen will.

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Wie DU (mir) helfen kannst?

  • Du spendest einen gewissen Betrag für MEINE gelaufenen Kilometer. In unserer Runtastic-Gruppe kannst du jederzeit überprüfen, wie fleißig ich war. 
  • Da ersteres auch ein gewisses Risiko für dich birgt (falls ich völlig eskaliere und deutlich mehr laufe als geplant, wird´s teuer), macht´s natürlich mehr Sinn, wenn du dir für DEINE gelaufenen Kilometer eine Summe überlegst.
  • Falls es finanziell eher schlecht bei dir aussieht, du Laufen hasst, du aber dennoch helfen willst, dann teile doch einfach diesen Beitrag, um mehr Aufmerksamkeit für das Thema Zielsetzung und natürlich das Kinderhospiz Mitteldeutschland zu schaffen.

Bist du dabei? Welche Variante gefällt dir am besten? Und verrätst du mir dein nächstes Ziel?


Ein Gedanke zu “„ICH KÖNNTE AUCH MAL…“ – „ICH SOLLTE MEHR…“ SCHLUSS DAMIT! WARUM KONKRETE ZIELE SO WICHTIG SIND.

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