MEIN NEUSEELAND-ABENTEUER

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Vier Wochen Neuseeland – mein großer Traum wird wahr! Das war mein erster Gedanke, als meine 20 Urlaubstage genehmigt wurden und ich im März 2019 den Flug für mein persönliches Abenteuer gebucht habe. 26 Tage ganz alleine im November ans andere Ende der Welt, zu Vulkanlandschaften, Stränden und Alpen. Einige von euch waren bereits in Neuseeland und haben mir im Vorfeld schon viele Tipps gegeben. Viele haben mich via Instagram im November begleitet und überlegen vielleicht auch dorthin zu fliegen. Für die noch Unschlüssigen verrate ich heute, warum es sich sowas von lohnt dieses Land zu bereisen und verrate (Pack-)Tipps, die ich gerne vor meinem Urlaub gewusst hätte.

Organisation der Neuseelandreise

Bevor ich mich um alles andere gekümmert habe, buchte ich etwa sechs Monate vorher die Flüge. Da die Nord- und Südinsel auf dem Plan standen, buchte ich den Hinflug von München nach Auckland über Dubai und den Rückflug von Queenstown über Sydney und Dubai. Im Nachhinein würde ich von Christchurch, anstatt von Queenstown zurückfliegen, da so die Route auf der Südinsel etwas logischer ist. Durch den Rückflug von Queenstown fährt man im Süden, um alles zu sehen eher in zick-zack-Form. Nachdem ich im März den Hin- und Rückflug gebucht hatte, passierte erstmal ganz lange Zeit nichts. Im Oktober kümmerte ich mich um das Visum, dass seit Oktober 2019 jeder einreisende Tourist benötigt. Dies geht super schnell über die Internetseite oder sogar per App. Anschließend kümmerte ich mich um mein Leihauto. Ich entschied mich für die günstigste Kategorie und bezahlte über ein Online-Portal ca. 450 Euro für die vier Wochen. Ich buchte einen Kleinwangen für die gesamte Zeit, musste allerdings das Auto in Wellington auf der Nordinsel abgeben, bevor ich mit der Fähre übersetzte. In Picton, der Hafenstadt auf der Südinsel bekam ich ein neues Mietauto. Dies war im Nachhinein super praktisch, das ich so nur den Preis für die Fußgänger-Fähre gezahlt habe.

Meine Unterkünfte habe ich ebenfalls im Vorfeld alle vor reserviert. Die meisten der Hostels konnte ich bis zu zwei Tage vorher noch kostenfrei stornieren, falls sich meine Pläne doch ändern sollten. Viele suchen sich erst vor Ort ihre Hostels raus, aber ich fand es so einfacher. Dadurch musste ich in Neuseeland nie Unterkünfte raussuchen, sondern mich nur um Aktivitäten vor Ort kümmern. Ich habe bis auf einmal immer in Hostels geschlafen, abwechselnd in Mehrbett- und Einzelzimmern. Insgesamt war ich 26 Nächte in Neuseeland, 11 davon auf der Nordinsel und 15 auf der Südinsel. Meistens bin ich nur eine Nacht an einem Ort geblieben, manchmal auch zwei. Insgesamt waren alle Hostels gut und ich fand es nie irgendwo eklig oder habe mich unwohl gefühlt. Meine „luxuriöseste“ Unterkunft war ein Hotel im Mount Cook Village. Da in dieser Nacht schon Wochen vorher alles ausgebucht war, musste ich das etwas teurere Hotel nehmen. Es war die beste Entscheidung, denn an diesem Tag hat mich der Föhn leicht ausgeknockt und ich habe den ganzen Nachmittag in der Lodge mit Blick auf die weiß verschneiten Alpen verbracht.

Route und Aktivitäten in Neuseeland

Nordinsel

Nach sechseinhalb und nochmal 14 Stunden Flugzeit landete ich in Auckland. Auckland ist mit 1,6 Millionen Einwohner die größte Stadt in Neuseeland und liegt im Norden der Nordinsel. Glücklicherweise war ich nach meiner Ankunft nicht total zerstört, sondern erstaunlich fit, sodass ich direkt ab nachmittags die Stadt erkundet habe. Ich blieb dort zwei Nächte, sodass ich alles entspannt ansehen konnte. Mein Hostel lag nicht direkt im Stadtzentrum, sondern etwas entfernt, aber ich konnte trotzdem zu Fuß alles erreichen. Mein erster Eindruck von Auckland: sehr hügelig und irgendwie zerstückelt. Es gibt zwar schöne Plätze dort, wie den Victoria Park oder die Waterfront, aber mich hat das Stadt-Flair nicht überzeugt. Was ich sehr empfehlen kann, ist die Promenade von Devonport, direkt gegenüber von Auckland. Mit dem Auto braucht man ca. 20-30 Minuten dorthin oder man setzt mit der Fähre über.

Meine zweite Station nach Auckland war der Ort Paihia, noch nördlicher als Auckland und direkt an der Küste gelegen. Zwischenstopp habe ich auf dem Weg dorthin bei dem Mangawhai Cliffs Walkaway gemacht. Definitiv eines meiner Highlights der Reise, denn man spaziert mit traumhaftem Blick an einer Steilküste entlang und kann danach am weißen Sandstrand Mittagspause machen.

In Paihia hatte ich direkt totales Glück mit dem Wetter: eineinhalb Tage strahlender Sonnenschein und 25 Grad. Perfekt für eine Kajaktour durch die Bay of Island und den Paihia-Coastal-Walkaway. An einem Abend sind wir mit der Fähre nach Russel gegenüber gefahren und haben von dort aus den Sonnenuntergang angesehen, super schön.

Viele Touristen fahren von Paihia aus Richtung Norden an den Ninety Miles Beach oder zum Cape Reingha. Ich habe mich vor Ort dagegen entschieden, da dies wieder einige Stunden im Auto oder Bus bedeutet hätte und das Wetter vor Ort zu schön war. Von Paihia bin ich Richtung Süden gefahren, vorbei an Auckland nach Mount Maunganui. Dort gibt es Hot Pools und einen tollen Aussichtshügel mit Blick auf die Stadt, Küste und weiße Sandstrände. In Mount Maunganui habe ich meinen einzigen Strand-Nachmittag verbracht, was super entspannt war. Ins Wasser geschafft habe ich es allerdings nur mit den Beinen.

Der Lake Taupo stand als nächstes Ziel auf meinem Plan. Auf dem Weg dahin habe ich noch die Schwefelquellen in Rotorua besucht. Das Thermalgebiet nennt sich dort Wai-O-Tapu, das zu den größten in ganz Neuseeland zählt. Dort befinden sich kollabierte Krater, heiße Quellen und Tümpel, aus denen Gase von vulkanischem Ursprung aufsteigen. Ich fand es spannend das Thermalgebiet mal gesehen zu haben, aber meiner Meinung nach kann man dies gut auf der Durchreise mitnehmen. End-Ziel an diesem Tag war der riesige Lake Taupo, an dem man entweder lang spazieren oder super laufen oder Ausflüge zu Wasserfällen machen kann. Von dort aus ging es weiter nach Turangi, wo ich eigentlich den berühmten Torangiro Crossing machen wollte. Leider verschlechterte sich das Wetter, sodass drei Tage lang nichts ging und der Crossing aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. Dieser ist eine 19,4 km und 6-8 stündige Wanderung durch verschiedene Landschaften. Statt dessen bin ich (auch bei teilweise starkem Regen) mehrere kurze Touren gegangen und – ein weiteres absolutes Highlight – den sogenannten Tama Lakes Track. Dieser dauerte auch etwa sechs Stunden und ich legte eine Strecke von 18 Kilometer zurück. Auf dem Hinweg hat es noch geregnet und ich habe die ganze Zeit überlegt wieder umzudrehen, habe mich dann aber glücklicherweise dagegen entschieden und traumhafte Ausblicke gehabt. Der Lower und Upper Tama sind zwei mit Wasser gefüllte Explosionskrater und bei Sonneneinstrahlung türkis und blau. An diesem Tag blickte ich außerdem das erste Mal auf der Reise auf eine Vulkankrater, was mich total fasziniert hat. In Turangi war meine Lieblingsunterkunft der ganzen Reise: das „Riverstone Backpackers“. Dies ist ein klein und sehr familiär gehaltenes Hostel mit nur wenigen Zimmern und liebevoll aufbereiteten Ausflugtipps für die Gäste. In der Hostel-Küche und Lounge hat man sich direkt wie in einem gemütlichen Wohnzimmer gefühlt. Außerdem habe ich dort zwei total nette Kanadierinnen kennengelernt und an einem Abend mit ihnen auch selbst gefischten Fisch vom Hostel-Besitzer gegessen. Definitiv mein persönliches Neuseeland-Erlebnis!

Mit einem Schlaf-Zwischenstopp von der Wanderung aus ging es weiter nach Wellington – zusammen mit Queenstown meine Lieblingsstadt in Neuseeland. Normalerweise habe ich auf meinem Trip in den Hostelküchen gefrühstückt und mir Abendessen selbst zubereitet – mit Ausnahme in den vier Städten. Dort gönnte ich mir meist ein Frühstück im Café. In Wellington kann ich sehr das „World of Mouth“ empfehlen. Esst dort unbedingt das Avocado-Toast, zusammen mit einem Flat White, herrlich. Generell solltet ihr in Neuseeland viele Avocados, Braeburn-Äpfel und natürlich Kiwis essen – regional, vergleichsweise günstig und super lecker. In Wellington kann man super am Hafen entlang spazieren oder laufen und kostenfrei ins Museum Tepapa gehen. Auf dem Mount Victoria genießt man eine super Aussicht auf die Stadt, ich bin hoch gelaufen, mit dem Auto geht es aber auch. Wellington war der letzte Stopp auf der Nordinsel für mich. Hier habe ich vormittags mein Auto abgegeben und bin anschließend mit der Fähre dreieinhalb Stunden auf die Südinsel übergesetzt. Die Fähr-Fahrt ist sehr entspannt: Am Hafen checkt man sein Gepäck ein und kann sich dann entweder ins Schiff setzen oder von Außen die Aussicht genießen. Angekommen in Picton ging alles super schnell: noch während alle anderen aufs Gepäck gewartet haben, hatte ich schon mein neues Mietauto und es ging direkt weiter Richtung Abel Tasman National Park.

 

Südinsel

Die meisten, die bereits in Neuseeland waren, haben mir gesagt, dass sie die Südinsel schöner fanden, weil diese wilder und die Landschaft unberührter ist. Mein erster Eindruck, als ich mit dem Auto Richtung National Park fuhr, bestätigte dies. Generell war noch weniger los als im Norden und dieses satte Grün um mich herum beeindruckte mich mächtig. Ich hatte vor Neuseeland wirklich noch nie solche grünen Wiesen gesehen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie oft es in Neuseeland regnet., glücklicherweise nicht direkt nach meiner Ankunft auf der Südinsel. Ich kam im Dunkeln bei meiner Unterkunft an, die ganz anders war als die vorherigen: sie bestand aus Einzel-Lodges mitten in der Natur, umgeben von Bäumen. Direkt am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg in den Nationalpark. Ich nahm dort ein Wassertaxi von Marahau nach Anchorage, was total lustig war. Ich liebe wilde Bootsfahrten und das Wassertaxi hüpfte und raste über die Wellen. Angekommen in Anchorage lief ich die 12,5 Kilometer entlang der Küste zurück nach Marahau. Dort angekommen steuerte ich direkt ein Café an, das mir am Tag vorher empfohlen wurde. Ich hatte Glück, denn genau als ich dort ankam, fing es an zu schütten. In Neuseeland ändert sich das Wetter oft von einer Sekunde auf die nächste. Ist es in einem Moment noch sonnig, regnet es im nächsten Augenblick wie aus Eimern. Zum Glück hielt der Regen nur über Nacht an, sodass ich am nächsten Tag zu einer dreistündigen Kajaktour aufbrechen konnte. Diese buchte ich direkt über das Hostel und war dann mit einer Gruppe unterwegs, bei dem der Kajak-Guide viel über die Landschaft und die Tiere erzählte.

Direkt nach der Kajaktour ging es weiter entlang der Westküste und direkt in den krassen Regen rein. In Punakaiki legte ich einen kurzen Zwischenstop ein, um schnell die Pancake Rocks zu fotografieren und dann wieder plitschnass ins Auto zu hüpfen. Von dort aus fuhr ich zu den neuseeländischen Alpen: dem Franz-Josef und Fox Glacier, wo ich direkt am ersten Nachmittag in den Hot-Pools ein gutes Regen-Programm gefunden habe. Diese Pools sind draußen mit je 36, 38 und 40 Grad, umgeben von Bäumen und etwas überdacht. Am nächsten Tag hat es zum Glück aufgehört zu regnen, sodass ich am Fox Glacier wieder wandern gehen konnte. Auf dem Lake Matheson Walking Track und dem Moraine bzw. Glacier South Side Walk sind super Aussichtspunkte auf alle Gletscher und die Moräne. Vom Regenwald aus blickt man auf die Gletscherzunge, auch ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Ansonsten fühlt es sich dort oft sehr heimisch an. An manchen Orten blickt man auf Wiesen mit Kühen darauf und sieht im Hintergrund die Alpen – könnte auch am Tegernsee sein, war mein erster Gedanke.

Die meisten Reisenden fahren von hier aus nach Queenstown weiter oder an den Mount Cook. Da ich auf Grund des Rückflugs meine Route etwas anders gestalten musste, ging es über den Arthur’s Pass nach Christchurch. Der Arthur’s Pass war mit nur ein paar Grad über Null der kälteste Ort der Reise. Hier machte ich nur einen zweistündigen Spaziergang (den Arthur’s Pass Walking Track) und fuhr direkt am nächsten Morgen weiter.

Und wieder steuerte ich direkt ein Café an, um dort zu frühstücken – das C1 Espresso, empfohlen von einer lieben Followerin und eine sehr gute Wahl. Da mein Hostel etwas außerhalb lag und ich unschlüssig war, wo ich mein Auto parken sollte, steuerte ich kurzerhand einen Pack’n Save (Neuseelands günstige Supermarkt-Kette) an. Ich beschloss dort zu parken während ich die Stadt erkundete – eine gewagte Idee wie ich drei Stunden später feststellte, als ein Parkwächter vor meinem Auto stand. Ich kam glücklicherweise mit der Touristen-Ahnunglosen-Ausrede raus, ging dann auch wirklich im Supermarkt einkaufen und fuhr zu meiner Unterkunft. Abends bin ich noch zum Victoria Park und dem zugehörigen Aussichtshügel gefahren bzw. auf diesen gelaufen. In Christchurch selbst kann ich sehr das Quake City Museum empfehlen, das über die schweren Erdbeben 2010 und 2011 berichtet.

Von Christchurch ging es weiter Richtung Natur an den Lake Tekapo. Als ich den See vom Auto aus das erste Mal sah, habe ich nur laut WOW vor mich hin gesagt, denn so ein krasses Türkis hatte ich vorher noch nie bei einem Gewässer gesehen. Meine Unterkunft war am See, sodass ich von dort aus direkt über den Mount John Walkaway tolle Ausblicke am ersten Nachmittag hatte. Am zweiten Tag war ich auf dem hügeligen Rundweg nochmal in der Früh laufen und war die Einzige auf dem Weg, herrlich. Nachmittags ging es dann nochmal hoch, diesmal auf dem Rücken von Pferden in einer geführten Gruppe. Der Lake Tekapo war mein absolutes Highlight auf der Südinsel, diese Farbe und Aussblicke haben mich total umgehauen!

Von dort aus ging es wieder zurück Richtung Alpen und zum Mount Cook. Dort spazierte ich vormittags auf dem Kea Point und Hooker Valley Track entlang, bis mich das Wetter ausknockte. Die Wanderwege sind vor Ort extrem gut ausgeschildert und die Zeitangaben meist auch realistischer, als hier in Deutschland. Nach den Naturerlebnissen fuhr ich mit einem Aussichtsstopp an der Küste weiter nach Dunedin, eine schottisch angehauchten Stadt. Als ich dort ankam, nieselte es leicht und ich war ziemlich müde, weshalb ich zunächst nicht so begeistert von Dunedin war. Meine Meinung änderte sich dann aber am nächsten Morgen: ich wachte früh auf und machte die Streetart-Tour bei Sonnenschein. Dort erkundet man auf eigene Faust Streetart Kunst in den Straßen von lokalen und internationalen Künstlern.

Nun brachen die letzten Tage in Neuseeland an. Ich war schon Tage vor der Abreise extrem traurig darüber, da ich die Zeit dort so krass genossen habe. Mein letzer Stopp vor Queenstown waren die Fjordlands und Milford Sounds. An einem Tag bin ich dort einen Teil des sogenannten Keppler Tracks (einer Mehrtagestour) gelaufen. Man spaziert durch Wälder entlang des Fjordstrands. Für alle, die die Milford Sounds an einem Tag erkunden möchten, empfehle ich eine geführte Tagestour. Ich habe sie mit Fjordlands Tours gemacht: wir waren in einer kleinen Gruppe (etwa 15 Leute) in einem kleinen Bus mit einem Guide unterwegs und haben etliche Stopps unterwegs gemacht. Das Highlight war am Ende die Bootstour mit Aussichten auf die Fjordlandschaften und Wasserfälle. Wir haben sogar Seelöwen und Pinguine gesehen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit die Milford Sounds mit dem eigenen Auto zu erkunden. Ich fand allerdings die geführte Alternative entspannter, da die Straßen dort oft eng und kurvig sind und man so weniger die Aussicht genießen kann. Eine Bootstour ist ein absolutes Muss, nur so kann man die Schönheit des Fjords erkennen.

Letzter Ort, letzte Stadt: Queenstown. Dort verbrachte ich zwei Nächte. Wer schon immer mal aus dem Flugzeug springen, durch Wälder rasen oder den freien Fall erleben wollte, der ist hier genau richtig. Von Bungee Jumping, über Skydiving bis hin zu Speedboad Fahren, hier können sich Adrenalinjunkies austoben. Nichts für mich, ich erkundete dich Gegend lieber zu Fuß. Ich marschierte den Tiki Trail nach oben auf den einen Aussichtshügel, wo auch eine Gondel hochfährt und nachmittags nahm ich noch den Queenstown Hike Trail mit, der ebenfalls eine tolle Aussicht bot. In Queenstown gibt es auch viele Leckereien zum Essen: „Fergburger“ ist DIE Anlaufstelle für Burger. Fast immer sieht man dort eine Schlange davor, aber es lohnt sich sehr die halbe Stunde zu warten. Wer danach noch ein Eis schafft, dem kann ich den Eisladen „Patagonia“ ans Herz legen, es gibt dunkle Schokolade und viele weitere Sorten, in die man sich reinlegen möchte. Und so schnell Neuseeland dann Anfang November gekommen war, so schnell ging es auch vorbei.

Als ich in den Flieger zurück nach Deutschland musste, habe ich noch überlegt einfach nicht einzusteigen und dort zu bleiben. Neuseeland war definitiv das schönste und beeindruckendste Land, in dem ich jemals war. Es kam mir vor als wäre ich dort vier Monate statt Wochen gewesen mit so vielen unterschiedlichen Landschaftseindrücken. Auf der Nordinsel Traumstrände und Vulkanlandschaften, auf der Südinsel schneebedeckte Alpen, sattgrüne Orte und herrlich wilde Küstenabschnitte. Meiner Meinung nach sind vier Wochen die Mindestzeit für Nord- und Südinsel, wenn man die „wichtigsten“ Spots sehen will. Als Reisezeit eignen sich am besten November bis Februar, wobei es auf Grund der Haupt-Reisezeit und Ferien dort im Dezember und Januar voller werden kann. Ich war mitten im Frühling dort und habe dementsprechend gepackt.

Packliste für vier Wochen Neuseeland

Mit dabei waren meine beiden Rucksäcke von Gregory: Als Handgepäck den 22L großen Maya und als Haupt-Gepäckstück den 63L großen Jade. Meine Kleidung habe ich in insgesamt fünf unterschiedlich große Kleidertaschen verpackt und diese dann in den Rucksack verstaut. Das war praktisch, denn so wusste ich unterwegs immer, was in welcher Kleidertasche war und musste nicht den ganzen Rucksack ausräumen. Toll an dem Rucksack ist, dass er sich von oben wie eine Reisetasche öffnen lässt. Dies erleichtert enorm das Ein- und Auspacken und schafft mehr Übersicht.

CRAFT hat mir netterweise die perfekt zum Urlaub passende Jacke „Mountain Jacket“ zur Verfügung gestellt. Meine Anforderung an die Jacke war ziemlich anspruchsvoll: sie sollte bei Temperaturen von 5 bis 15 Grad warm halten und zusätzlich wind- und wasserabweisend sein. Fazit: sie wurde in allen extremen Wetterbedingungen getestet und hat standgehalten. Selbst nach dem 20-minütigen Spaziergang im krassen Regen war mein T-Shirt darunter danach komplett trocken, was mich extrem begeistert hat. Diese Jacke ist definitiv ein Allrounder und wird ab jetzt für sämtliche Berg- und Outdoorabenteuer genutzt.

Ich habe bereits in den Wochen vorher angefangen mit meine Packliste im Handy zusammenzustellen, da einem zwischendrin immer wieder etwas einfällt. Die für mich nützlichsten (gerade als Alleinreisender) Gegenstände waren dabei mein Mini-Stativ, das Auto-Aufladekabel mit doppeltem USB-Port, die Handyhalterung für die Fahrten und meine mitgebrachten Einkaufstüten (eine normale aus Stoff und eine Art Kühltasche für den Transport von Käse und Co.). Eine Tupperbox und wiederverwendbares Plastik-Geschirr sind super praktisch für unterwegs. Diese hatte ich vergessen und mir vor Ort gekauft. Das war total praktisch, denn so konnte ich zwei Portionen kochen und die zweite unterwegs am nächsten Tag essen. Während meiner Reise habe ich zweimal in den Hostels gewaschen. Dort stehen eigentlich immer Münz-Waschmaschinen und Trockner. Flüssiges Waschmittel hatte ich ebenfalls abgefüllt dabei. Was alles im Rucksack war:

Kleidung

  • Eine Jeans, eine weitere Freizeithose
  • Fünf normale Shirts
  • Ein dünner Pulli, eine Strickjacke
  • Fünf Tights, eine kurze Hose
  • Fünf Sport-Shirts, drei Langarm Shirts
  • Zwei Jacken von adias terrex zum warm halten
  • Sport BHs
  • Bufftuch, Stirnbänder, Cap
  • Mütze
  • Bikini
  • Unterwäsche, Socken
  • Schlafanzug
  • Sonnenbrille
  • Handschuhe
  • Schuhe: Free Hiker, Laufschuhe, Flipflops

Sonstiges

  • Einkaufsbeutel, Wäschebeutel
  • Zwei Mikrofaserhandtücher
  • Mini Reiseapotheke
  • Elektronische Geräte, Ladekabel
  • Vorhängeschloss
  • Tupperbox, wiederverwendbares Besteck
  • Handgepäck: Dokumente, Oropax, Schlafmaske, Reiseführer, Wasserflaschen, Noise Cancelling Kopfhörer

Das hört sich wenig an, reicht aber definitiv für vier Wochen. Ich hätte sogar noch das ein oder andere Shirt daheim lassen können. Aber die 14kg in meinem großen Rucksack waren gut zu tragen. Als ich zurückgeflogen bin, zeigte die Flughafen-Waage sogar 16kg an, was wahrscheinlich an den Mitbringseln lag. Alle Erwartungen, die ich vor der Reise hatten, wurden definitiv bestätigt und sogar übertroffen. Ich hatte noch nie zuvor in so kurzer Zeit so viele Wow-Effekte, was Natur und vielfältige Landschaften betrifft. Wer auf der Suche ist nach einem Outdoor-Abenteuer muss definitiv nach Neuseeland! Mehr Eindrücke in bewegten Bildern gibt es übrigens in den beiden Story-Highlights auf unserem Instagram-Kanal zu sehen.